Höfen: Dreigestirn will die Biebesse begeistern

Höfen: Dreigestirn will die Biebesse begeistern

In Höfen regiert ein neues Dreigestirn über die Narrenschar. Während einer stimmungsvollen Sitzung mit Spitzenprogramm wurde das Trio der KG Biebesse in Amt und Würden eingeführt.

Dass die KG Biebesse Höfen eine große, völlig karnevalsverrückte Familie sind, weiß jeder. Und bei ihren Sitzungen springt stets der Gute-Laune-Funke rasch aufs Publikum über. Auch am Samstagabend sah sich Sitzungspräsident Christoph Rader einer bunt kostümierten, gut aufgelegten Zuschauerschar gegenüber. Nachdem alle „Biebesse“ einmarschiert waren, musste die Bühne 175 Aktive tragen!

Abschied fiel schwer

Der Abschied fiel Prinz Georg III. Ungermann und seiner Prinzessin Marlene I. sichtlich schwer. Präsident Bernd Pontzen kam noch einmal auf die Kür des Prinzen zu sprechen, der ursprünglich wohl nicht so ein überzeugter Karnevalist war und schließlich eingewilligt hatte: „Dann dohn ich dat förr die!“ — für seine Frau, die sich das immer gewünscht hatte und für die nun ein Traum wahr wurde. Beide bedankten sich überschwänglich bei den Biebesse und dem Publikum: „Ihr habt uns auf Händen getragen!“

Die spannende Frage, wer nun als Nächster in Höfen das Zepter schwingen würde, blieb bis zuletzt erhalten, denn die Prinzenwahl ist ein äußerst streng gehütetes Geheimnis. Die Prinzengarde setzte freudige Gesichter auf, als sie in den Saal einmarschierte, wo die Gäste teils auf den Stühlen standen, um alles erkennen zu können. Man sah die langen Pfauenfedern (des Bauern) wippen und wusste: Es ist ein Dreigestirn. Gekreische und Jubelschreie erfüllten den Saal, als Peter Mießen, der neue Prinz, Udo Schütt als Jungfrau Uschi und Achim Mießen als Bauer zur Bühne geleitet wurden.

Die ersten Worte von Prinz Peter I. lauteten: „Ich danke Euch für den tollen Empfang, und ich danke meinen Eltern für ihr Gesicht!“ Er freute sich diebisch, dass ihm die Überraschung gelungen war. Er ist verheiratet und hat drei Kinder; von Beruf ist er Feuerwehrmann und in Höfen bekannt als Jugendtrainer beim TV und als Mitglied der Prinzengarde.

Salut im Rosenmontagszug

Jungfrau Uschi (Udo Schütt) ist verheiratet und hat zwei Kinder, auch er arbeitet bei der Berufsfeuerwehr Aachen; sein Hobby ist der Motorsport. Bauer Achim Mießen ist Industriemechaniker, er spielt im Musikverein Lyra die Tuba und ist ihr zweiter Vorsitzender; im Schützenverein gehört er der Luftpistolenmannschaft an.

Das närrische Volk erwartete freudig die neuen Gesetze für die Session. Als Anne Berg erfuhr, dass sie das Prinzentaxi fahren soll, rief sie sofort in Richtung Prominententisch: „Da brauch ich Urlaub!“ Bürgermeisterin Margareta Ritter, ihre Arbeitgeberin, die später zum Gratulieren auf die Bühne kam, versprach: „Darüber können wir sprechen!“

Zu den weiteren Geboten gehörte, dass der Schützenverein eine Salut-Schützentruppe in den Rosenmontagszug entsenden und der MSC sich ebenfalls zünftig am Karnevalszug beteiligen soll. Thomas Schmiddem, der im Jahre 2014 Prinz war, soll nun als Hofnarr „jederzeit der Sprachlosigkeit des Dreigestirns entgegenwirken“. Außerdem wird er entgegen seinem Geschmack „Höfens größter Karnevalsmusikfreund“. Die Vorstandsmitglieder der KG müssen des Prinzen Kreisverkehr vor seinem Haus in angemessener Weise schmücken.

(Über das Programm, in dem ein Kracher nach dem anderen gezündet wurde, werden wir noch berichten).

(ale)
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