Unfallstatistik 2018: Drei tödliche Unfälle in Simmerath

Unfallstatistik 2018 : Drei tödliche Unfälle in Simmerath

152 Verkehrsunfälle mit Personenschäden hat die Polizei im vergangenen Jahr in der Nordeifel aufnehmen müssen. Dies geht aus der aktuellen Statistik hervor, die die Aachener Polizei am Mittwoch veröffentlichte.

Die erfassten Verkehrsunfälle werden in der Polizeistatistik zunächst in die drei Kategorien „mit Getöteten“, „mit Schwerverletzten“ und „mit Leichtverletzten“ unterteilt, bezogen jeweils auf die drei Kommunen Simmerath, Monschau und Roetgen.

In der schwersten Kategorie, den Unfällen, bei denen ein Mensch ums Leben kam, fällt die Zunahme von einem Unfall auf drei tödliche Unfälle in Simmerath ins Auge, davon zwei mit Beteiligung von Motorradfahrern. Allerdings war diese Zunahme nicht nur in Simmerath zu beobachten. In der gesamten Städteregion stieg die Zahl der tödlichen Unfälle von 10 auf 16, wobei die Beteiligung von Autofahrern (40 Prozent) höher lag als die von Lkw (25) und von Motorrädern (20).

In Monschau musste die Polizei nur einen tödlichen Unfall kurz vor Jahresende aufnehmen (2017: 2). „Der Pkw war mit nahezu profillosen Sommerreifen ausgerüstet“, merkte die Polizei in ihrer Bilanz dazu an. „Am häufigsten führten überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit und Fehler beim Abbiegen zu den tödlichen Unfällen“, präzisiert der Bericht. In der Gemeinde Roetgen ereignete sich auch 2018, wie im Jahr davor, keine Kollision mit Todesfolge.

Insgesamt merkt die Polizei-Statistik zu Monschau an, dass zwar insgesamt niedrige absolute Zahlen zu berücksichtigen seien, der negative Trend aber auch unter diesem Aspekt nicht zu leugnen sei. Mit neun Unfällen aller drei Kategorien war die B 258 mit Abstand Unfallschwerpunkt.

Dies gilt auch für Roetgen und die dortige Bundesstraße, wo sich zwölf Kollisionen mit Schwer- und Leichtverletzten ereigneten. So wie im Bereich Monschau seien auch für Roetgen die prozentualen Schwankungen den niedrigen absoluten Zahlen geschuldet. In Simmerath steht der Zunahme der tödlichen Unfälle ein leichter Rückgang der Unfälle in den beiden anderen Kategorien gegenüber.

Die schönste Nachricht des Berichts aus Eifeler Sicht war, dass sich 2018 in der gesamten Nordeifel nicht ein einziger Schulwegunfall ereignete. Dies dürfte vor allem dem umfangreichen Programm der Polizei und Schulen für Verkehrsanfänger und Schulkinder zu verdanken sein.

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