„Die Schöne und das Biest“ bringt Weihnachtsstimmung nach Roetgen

Theater im Bürgersaal : „Die Schöne und das Biest“ bringt Weihnachtsstimmung nach Roetgen

Groß und Klein zog es am Samstag, 8., und Sonntag, 9. Dezember, um 17 Uhr in den Roetgener Bürgersaal. Dort wurde das Märchenspiel „Die Schöne und das Biest“ von Ina Raßbach-Bernscheid von den Jungschauspielern der Theaterfreunde 1929 Roetgen aufgeführt.

Unter der Regie von Monika Bahr, Eva Jünger und Marion Nickel hatten die 17 jungen Schauspieler das zweiaktige Theaterstück seit September einstudiert. Jetzt war es endlich soweit, das Märchen dem gespannten Publikum vorzuführen.

Die Zuschauer erfuhren von der Erzählerin (Larissa Jansen), wie der eingebildete Prinz (Philipp Wickborn), dem nur Geld und Reichtum wichtig waren, einer armen, alten Frau im Tausch gegen eine Rose nicht helfen wollte. Diese entpuppte sich dann als eine schöne Fee (Lis Ebner), die den Prinz für seine Überheblichkeit in ein grauenhaftes Biest verwandelte. Dieser Fluch sollte erst gebrochen werden, wenn eine Frau ihn, trotz seines hässlichen Äußeren, lieben würde – und das bevor die Rose ihr letztes Blatt verliert.

Nun begann die eigentliche Geschichte, und die Zuschauer lernten die wunderschöne und kluge Belle (Jule Campo) kennen, die mit ihrem Vater (Felix Nickel) in einem Dorf in der Nähe des Schlosses wohnt. Die Dorfbewohner, vor allem die drei Wäscherinnen Mimi (Emma Reiners), Helene (Katharina Koos) und Lisa (Lotte Jünger) finden Belle und ihren erfinderischen Vater sehr seltsam, bei dem ein schief gegangenes Experiment nicht selten das ganze Haus zum Beben bringt, und können es gar nicht fassen, dass der gut aussehende, mutige René (Justus Reiners) nur Augen für Belle hat. Diese empfindet diese Aufmerksamkeit aber mehr als lästig, da René es nicht lassen kann, mit seiner Tapferkeit zu prahlen.

Als Belles Vater dann von einer Reise nicht zurückkommt, häufen sich die Gerüchte im Dorf und jeder, der Bäcker (Oliver Peters), Madame Valence (Mia Tottenberg), der Doktor (Niclas Bleimann), der Bürgermeister (Lis Ebner) und der Pfarrer (Jeannine Peters) ist von seiner Version, was Belles Vater zugestoßen sein könnte, überzeugt. Belles Vater kehrt dann doch zurück, ist aber ganz verzweifelt, weil er das Biest getroffen hat und dieses ihn nun wegen eines versuchten Diebstahls bestrafen will. Belle beschließt im Geheimen, an ihres Vaters Stelle zum Schloss des Biestes zu gehen und sich ihm zu stellen.

Nach einer kurzen Pause, bei der das von Simon Jünger und Rolf Nordt gestaltete Bühnenbild umgebaut wurde, begann der zweite Akt im Schloss des Biestes.

Belle findet das Schloss verlassen vor, doch dann zeigen sich die neugierig gewordenen Bewohner: der Graf (Paula Simon) und die Gräfin (Larissa Jansen) mit dem Kammerdiener Jerome (Hanna Simon) sowie die beiden Hausdamen Nanette (Lilli Jünger) und Madame Clothilde (Anna-Sophia Roder). Sie scheinen die Besucherin gleich lieb gewonnen zu haben. Doch dann taucht das Biest auf und ist zuerst gar nicht begeistert, Belle vorzufinden. Nach einiger Zeit beginnt sich Belle jedoch in das hässliche Biest zu verlieben und erkennt seinen wahren Kern. Auch das Biest schöpft Hoffnung, das sein Fluch doch noch gebrochen werden kann. Als dann aber die wütenden Dorfbewohner das Schloss stürmen und René das Biest scheinbar erschlägt, scheint alles verloren.

Belles starke Liebe schafft es jedoch, den bösen Zauber zu brechen und die Schlossbewohner zu erlösen. Auch das Biest verwandelt sich zurück in den Prinzen, der es einst war. Jetzt aber mit einem guten Herzen. Diese glückliche Wendung wird zum Schluss mit einem großen Fest gefeiert. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ...

Das Publikum spendete den verdienten Applaus und das nicht nur für die Schauspieler, sondern auch für alle, die dafür gesorgt haben, dass das Märchenstück so zauberhaft auf die Bühne gebracht werden konnte: Gabi Haas (Maske), Daniela Werthes (Souffleuse) und Ingrid Schmitz (Kostüme), die nach 50 Jahren, in denen sie die Theaterfreunde vielseitig unterstützte, nun aufhört. Auch im 50. Jahr brachte das Weihnachtsmärchen der Theaterfreunde wieder Vorweihnachtsstimmung und Freude nach Roetgen.

(us)
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