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Die Polizei ermittelt in Konzen in alle Richtungen

Mutmaßliche Kussversuche : Die Polizei ermittelt in alle Richtungen

Nach Kussversuchen auf Spielplätzen in Monschau-Konzen muss ein 14 Jahre alter Tatverdächtiger in eine andere Wohngruppe ziehen.

Die Situation ist schwer zu durchschauen. Während in Konzen und vor allem in sozialen Medien die Debatten über die Ereignisse dieser Woche in typischer Form zunehmen, ist die Polizei bemüht, die Ereignisse möglichst frei von Beeinflussungen der Akteure aufklären und bewerten zu können.

„Ein Strafverfahren ist eingeleitet“, bestätigt Polizeisprecher Andreas Müller den Sachverhalt und relativiert ihn zugleich: „Ob ein, und wenn ja, welcher Tatvorwurf dabei herauskommt, das können nur die weiteren Ermittlungen ergeben. Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Viel mehr mag die Polizei derzeit nicht zu dem sagen, was sich vor wenigen Tagen auf zwei Spielplätzen in Konzen zugetragen haben mag. Dabei verweist das Präsidium in Aachen ebenso auf den Schutz der beiden Opfer wie auch des Tatverdächtigen.

Letzterer ist ein 14-Jähriger, der bis dato in einer Intensivwohngruppe eines Sozialträgers in Konzen gelebt hat und angesichts der Vorhaltungen nun in einer anderen Einrichtung in einem anderen Ort untergebracht worden ist.

Berichte von Eltern

Als Opfer geführt werden ein sechs und ein zehn Jahre altes Mädchen. Die Taten selbst sollen sich zeitnah auf den beiden Spielplätzen „Im Krähwinkel“ und „Im Brenneck“ ereignet haben. Nach den Berichten von Eltern hätten sich in beiden Fällen die Mädchen von dem Jungen bedrängt gefühlt und versucht, sich von ihm zu entfernen. Der Junge sei ihnen aber gefolgt und habe versucht, die Kinder zu küssen. Dabei soll ein Mädchen zu Boden gedrückt worden sein. In dem anderen Fall habe der Junge seinen Mund so auf den des Mädchens gepresst, dass es geblutet habe.

Die Ermittler des Kriminalkommissariats 12 stehen nun vor der Aufgabe, diese Schilderungen anhand der Aussagen der betroffenen Mädchen wie auch des Jungen sowie durch Vernehmungen möglicher Zeugen aufzuklären – sowie sie auch rechtlich zu bewerten und einzuordnen.

(-jül-)