Monschau: Die Hilfsangebote beim Geschenkekauf kennenlernen

Monschau : Die Hilfsangebote beim Geschenkekauf kennenlernen

„Wir helfen“ lautet das Motto des neuen Aktionstages, der am ersten Adventswochenende im Zentrum von Imgenbroich stattfinden soll. Beabsichtigt ist, sozialen Einrichtungen und Vereinen in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag die Möglichkeit zur Präsentation ihrer Hilfsangebote zu geben.

Nachdem die Vorgaben für die Zulassung eines verkaufsoffenen Sonntags in der ersten Dezemberwoche mit einem Vertreter der Gewerkschaft in einem Gespräch mit der Stadt Monschau im August abgestimmt wurden, hat die Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmen (AMU) einen Antrag auf Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntags vorgelegt. Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses der Stadt Monschau stimmten dem Antrag und dem damit verbundenen Erlass einer neuen ordnungsbehördlichen Verordnung zu.

Auch die Stadt Monschau musste auf die von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) angestrengten Klageverfahren reagieren und ihre ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen aufheben. Darin war, wie in den Vorjahren, auch am ersten Dezembersonntag anlässlich des Monschauer Weihnachtsmarktes die Festsetzung eines verkaufsoffenen Sonntags vorgesehen.

Anlässlich der Vorweihnachtszeit soll vor dem Hintergrund eines sozialen und caritativen, ehrenamtlichen Engagements am 3. Dezember allen Institutionen und Vereinen anlässlich des Monschauer Weihnachtsmarktes nun eine Präsentationsmöglichkeit ihres Hilfsangebotes ermöglicht werden. Der 1. Adventsonntag soll auf Dauer als Aktionstag mit dem Titel „Wir helfen“ gemeinsam mit dem stationären Einzelhandel aufgebaut werden

. Als Standort der Infostände sind das Bürger-Casino in Imgenbroich, die Passage vor dem Eingang des Victor-Kaufhauses, der Parkplatz zwischen Bürger-Casino und Geschäftszentrum sowie die katholische Pfarrkirche vorgesehen.

Als Teilnehmer werden unter anderem der Dritte-Welt-Laden, der Leprakreis, die Monschauer Tafel, der Förderverein Schwerkranke Kinder, die Vereine EifelFam und Eifel hilft, die Hilfsgruppe Eifel und das Café International genannt. Auf dem Parkplatz sollen Tannenbäume und Tannengrün für einen guten Zweck angeboten werden. Neben der Präsentation der Hilfsangebote sollen neue ehrenamtliche Kräfte gefunden werden, die die Arbeit unterstützen.

Abschlusskonzert in der Kirche

Im Rahmenprogramm ist auch ein Abschlusskonzert in der Pfarrkirche in Imgenbroich geplant. Die Einzelhandelsbetriebe sollen die Institutionen mit Sonderspendenaktionen unterstützen.

Werner Krickel (Grüne) erklärte in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses als Vorsitzender der AMU, dass die Freigabe von verkaufsoffenen Sonntagen zunehmend schwieriger werde. Im Gespräch mit der Gewerkschaft sei deutlich geworden, dass es eines größeren Rahmens bedürfe. So sei die Idee des Aktionstages entstanden. Er äußerte die Hoffnung, dass dieses Vorhaben ohne Kritik der Gewerkschaft angenommen werde. Außerdem wies Krickel darauf hin, dass sich gerne weitere Vereine und Institutionen bei der Stadtverwaltung oder der AMU melden könnten, wenn sie sich an diesem Tag vorstellen möchten.

Micha Kreitz (CDU) teilte Krickels Meinung und wies daraufhin, dass man bei allen Verständnis für Arbeitnehmerbelange auch die Grenzlage zu Belgien und den Niederlanden im Blick haben müsse, wo die Geschäfte jeden Sonntag öffnen könnten.

Gregor Mathar (SPD) sprach sich dafür aus, eine gewisse Anzahl von Sonntagen freizustellen, um den Kommunen mehr Freiheit zu geben. Außerdem sah er eine „große Gefahr“ durch den Internethandel für die ortsansässigen Geschäfte. Deshalb müsse ein Kompromiss mit der Gewerkschaft gefunden werden, sagte Mathar.

„Die Unternehmen in Monschau haben es mit den verkaufsoffenen Sonntagen nie übertrieben“, sagte Bürgermeisterin Margareta Ritter und erklärte, dass mit dem Aktionstag eine Win-Win-Situation geschaffen werde.

(ag)
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