Imgenbroich: Die Gärten der Eifel: Spiel der Sonne auf 1500 Quadratmetern

Imgenbroich : Die Gärten der Eifel: Spiel der Sonne auf 1500 Quadratmetern

Mit der Sonne im Garten wandern, das ist eine der Grundideen von Wilma und Dirk Bauer. 1972 bezogen der 75-jährige Unternehmer und seine Frau ein zentral gelegenes Grundstück in Imgenbroich. 1500 Quadratmeter warteten darauf, bespielt zu werden. Eine umgesetzte Idee: ebenerdig vom Wohnbereich durch eine Glastüre in den Terrassenbereich zu gelangen.

Mit professioneller Hilfe wurden rund ums Haus diverse Terrassen und Sitzplätze gepflastert, unter anderem in runder Form. Ein Teich, ein sprudelnder Stein samt Bachlauf gesellten sich im Laufe der Jahre hinzu. Wilma Bauer: „Vor allem aus Zeitschriften und nach eigenem Empfinden sammelten wir die Ideen nach und nach zusammen und setzten diese um.“

Westsonne im Schlafzimmer

Am Morgen scheint die frühe Sonne auf eine kleine Terrasse links neben dem Haus, das ist die Frühstücksterrasse. So, wie die Sonne zum Mittag hin weiterwandert, wandern auch die Bewohner des Hauses Bauer weiter auf eben die Terrasse, die ebenerdig unmittelbar vor dem großen, offenen Wohnzimmer liegt. Die Westsonne, also die abendliche Sonne, scheint auf das Schlafzimmer der Bauers, und auch dort gibt es vor dem Fenster eine Sitzmöglichkeit. Selbst für den Winter ist gesorgt: Dann lockt ein Wintergarten, der sich an die erste Etage andockt, zum Sonnenbaden, wenn die Sonne denn scheint. Wilma Bauer: „Im Winter ist es im Wintergarten traumhaft schön, sobald die Sonne da ist. Dann wird es dort gut warm, selbst wenn draußen 20 Grad Minus herrschen.“

Im Garten befinden sich sowohl farbig blühende Blumen als auch grünes Gehölz. In einer Topfgruppe blühen Wandelröschen, Jasmin und Fuchsien, weiter gibt es Farn, Ilex, Zaubernuss, winterharte Magnolie und Feuerdorn sowie eine stattliche Anzahl bodendeckender Rosen, Lavendel und Hortensien. Ein automatisch arbeitender Rasenmäher hält die Halme kurz. Wie viele Gärten litt allerdings auch der Garten Bauer unter dem Regenmangel in diesem Jahr. Einen Zierahorn hat es erwischt, schlapp und teilweise schon „knusprig“ lässt er seine rostroten Blätter hängen. „Zu spät haben wir das erkannt“, sagt Dirk Bauer. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, und die Chancen, dass sich der Baum erholt, stehen gut.

Dirk Bauer: „Das Gartenjahr startet mit Schneeglöckchen, dann folgen die Narzissen.“ Vor 30 Jahren hielten einige wenige Narzissen im Garten Einzug, inzwischen sind es unzählige, die einen gelben Blütenteppich abgeben. Rhododendren folgen im Blütenjahr in rosa, dunkelrot, weiß und orange, drei Obstbäume und eine große Kastanie sowie eine Eiche komplettieren das runde, sehr feine Gartenbild.

Die Arbeit ist Erholung

Wie in vielen Gärten haben auch die Bauers einen Blick auf hochwachsende Büsche und Bäume, die anderen Pflanzen das Licht und damit die Wuchsmöglichkeiten nehmen. Immer wieder muss ausgleichend eingegriffen und korrigiert werden. Die Arbeit im Garten ist für die beiden Erholung pur. Wilma Bauer: „Man muss schon Liebe zum Garten mitbringen, doch die Arbeit darin ist relaxend, meist können wir gar nicht aufhören und finden kein Ende.“

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