Eicherscheid: Die CDU Eicherscheid sorgt sich um nachlassende Kauflust

Eicherscheid: Die CDU Eicherscheid sorgt sich um nachlassende Kauflust

Unser Dorf soll für seine Bewohner (noch) attraktiver werden: Nach dieser Devise präsentierte der CDU-Ortsverband Eicherscheid im Rahmen seiner Hauptversammlung ein breites Spektrum von Maßnahmen zur Strukturverbesserung im Golddorf.

Ortsverbandsvorsitzender Michael Huppertz begrüßte rund 20 Mitglieder und Gäste.

Ortsvorsteher Günter Scheidt reflektierte die Höhepunkte und Aktivitäten im Berichtszeitraum, darunter die Teilnahme am Europäischer Dorferneuerungspreis „mit einem Superergebnis” und die Sanierung des Gemeinschaftshauses und der Leichtathletik-Anlagen auf dem Sportplatz. Als Nahziele nannte er die innerörtliche Straßensanierung (Am Weiher) sowie die Ausbesserung beziehungsweise Erneuerung von Wirtschaftswegen (Auf der Heide).

Erhebliche Sorge, räumte der Ortsvorsteher ein, bereite ihm die seit längerem prekäre wirtschaftliche Situation der Eicherscheider Konsumgenossenschaft: „Der Laden musste 2010 gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzminus von 6,1 Prozent hinnehmen.” Ein an die Bürger gerichtetes Rundschreiben soll die Kauflust noch einmal aktivieren. Scheidt: „Wenn jeder Eicherscheider Haushalt im Warenwert von mindestens 20 Euro pro Woche einkauft, kann das Geschäft auch in Zukunft existieren.”

Ortsverbands-Geschäftsführer Frank Förster verwies auf „viele Arbeitstermine in 2010”. Das Fackelrodeln erwies sich als Renner und soll zum Dauerangebot werden, am 29. April findet wieder der Umwelttag mit Dorfsäuberung statt.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns kündigte an, der nächste Tag des Ehrenamtes werde in Eicherscheid stattfinden. Er regte an, verdiente Persönlichkeiten zur Ehrung vorzuschlagen. Auf das Thema Schwimmhalle angesprochen, erklärte der Bürgermeister, zwischen der Stadt Monschau und der Gemeinde Simmerath habe es keinen Kompromiss mit dem Ziel eines gemeinsamen Bades geben können. Ein Neubau in Simmerath sei ohne Grundstücksverkauf nicht möglich, die Belastung für den kommunalen Haushalt liege durch die Investition bei unter vier Millionen Euro.

„Die rot-grüne Landesregierung NRW lässt die ländlichen Kommunen im Regen stehen”, kritisierte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart. Die systematische Umschichtung zugunsten der großen Städte bringe Simmerath eine Million weniger an Mittelzuweisungen. Zur Städteregion meinte er: „Wenn der Kampf zwischen Stadt und Städteregion nicht bald aufhört, wäre die Rückkehr zur früheren Kreisstruktur effizienter.”

Von einem leichten aber stetigen Mitgliederschwund berichtete Gemeindeverbands-Geschäftsführerin Ulla Harth. Simmeraths Christdemokraten stellten mit 569 Mitgliedern aber immer noch den größten Verband in der Städteregion.

Josef Mohren, Vorsitzender der Simmerather Senioren-Union, verglich: „Im Jahre 2005 wählten noch 58 Prozent der über 60-Jährigen die CDU, jetzt sind es nur noch 40 Prozent.” Er sehe einen wachsenden Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Politik allgemein.

Den Höhepunkt der Versammlung bildete die Ehrung eines seit 50 Jahre aktiven Eicherscheider Christdemokraten: Arthur Förster (77) erhielt die goldene Ehrennadel.

Die Vorstandswahl

Die Wahlen zum Vorstand ergaben zwei personelle Veränderungen. Renate Roeben schied nach zehnjähriger Tätigkeit aus dem Beisitzer-Gremium aus. An ihre Stelle rückt Markus Schmidt. Vorsitzender bleibt Michael Huppertz, vertreten durch Rolf Förster. Frank Förster führt weiterhin die Geschäfte. Beratende Beisitzer sind zudem künftig Jürgen Förster, Dietmar Förster, Günter Scheidt und Stefan Schwan.