Roetgen: Die Bedeutung des Unsichtbaren in der „Galerie einmalich“

Roetgen: Die Bedeutung des Unsichtbaren in der „Galerie einmalich“

Farbige Flugobjekte überziehen in Schwärmen ab Sonntag die Wände der „Galerie einmalich“ in Roetgen. „Mantas und Tortugas“ nennt der Künstler Peter Buchholz seine neuen Stahlblecharbeiten. Aus der Beobachtung von Stachelrochen auf Fuerteventura entwickelte er die Idee zu den Manta-Multiples.

Jedes Multiple ist ein Einzelstück, besteht aus zwei Millimeter dickem Stahlblech und ist farbig emailliert. Aufgrund ihrer pfeilförmigen Ausrichtung sind sie in der Galerie eindrucksvoll zu Gruppen und Schwärmen zusammengefasst.

Die aus je acht Einzelteilen geformten, gehämmerten und geschweißten Arbeiten könnte man in ihrer Formensprache als abstrakten oder konkreten Naturalismus bezeichnen. Alle skulpturalen Serien im Werk von Peter Buch- holz sind aus dem Ovalismus entwickelt worden, einer Kunstrichtung aus den 1950er Jahren, in der alle skulpturalen Querschnitte oval erscheinen und aus organischen Strukturen abgeleitet sind.

Die ersten Tortugas in Form von Papierarbeiten entstanden schon in den 1990er Jahren, ebenso große Tortuga-Skulpturen aus Stahlblech gehämmert und getrieben mit einem Durchmesser bis zu zwei Meter.

„Tortuga“ oder „Tartaruga“ bedeutet „Schildkröte“ und wird sowohl in fernöstlichen Religionen als auch in Naturreligionen oder animistischen Glaubensrichtungen als Glücks-Symbol verehrt, wobei die Schildkröte entweder die Erde trägt oder Mutter-Erde bedeutet.

Heiterkeit und Glück

Das Tortugamotiv in Verbindung mit dem Mantamotiv hat der Künstler jetzt erneut aufgegriffen und in der Roetgener „Galerie einmalich“ eindrucksvoll präsentiert. Dabei kommt das Prinzip des Sichtbaren, das dem Unsichtbaren Bedeutung gibt, im Werk von Peter Buchholz immer wieder zum Vorschein.

Zu seinen Arbeiten sagt der Künstler: „Möge der Umgang mit den Tortugas und Mantas Heiterkeit und Glück bringen!“

Zur Vernissage in der „Galerie einmalich“, Greppstraße 35 a in Roetgen, am Sonntag, 9. März, ab 11 Uhr spielt Matteo Gabutti Saxofon. Der mit dem Künstler befreundete Musiker kommt aus der Nähe von Mantua in Italien, wo auch der Künstler regelmäßig den Sommer verbringt.

Weitere Öffnungszeiten sind der 16. und 23. März jeweils von 14 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon 02471/4597.