Nordeifel: Diagnose Fibromyalgie: Simmerather verfasste Buch als Selbsthilfe

Nordeifel : Diagnose Fibromyalgie: Simmerather verfasste Buch als Selbsthilfe

Bei Thomas Schneider wurde Fibromyalgie diagnostiziert, eine schmerzhafte und schwer zu therapierende rheumaähnliche Muskel- und Gelenkkrankheit. Nach dreijährigem Krankheitsverlauf und einigen Fehldiagnosen hatte er im Jahr 2006 endlich Klarheit.

Wie man mit dieser Krankheit im Alltag leben kann, hat Thomas Schneider, der in Simmerath lebt und arbeitet, jetzt in einem Buch beschrieben. Der Autor möchte mit dieser Veröffentlichung kranken Menschen Mut machen, sich ihrer Krankheit zu stellen. Er selber hat es geschafft, seine angeblich nicht heilbare Krankheit zu heilen. „Schmerzmittel und Morphium waren für mich selbstverständlich“, erzählt Schneider. „Da ich keine Lust mehr auf Behandlungen hatte, die mir nicht halfen, begab ich mich Ende 2005 in die Deutsche Klinik für Diagnostik in Wiesbaden und bekam innerhalb von drei Tagen die Diagnose Fibromyalgie-Syndrom.“

Bis zum Lebensende Antidepressiva einzunehmen und das Leben mit Schmerzmedikamenten lebenswert zu machen, sei für ihn aber keine Alternative gewesen.

Er veränderte seine Essgewohnheiten, aber auch die Einstellung zu seiner beruflichen Arbeit. „Das war der Startschuss für meine Kur. Ab sofort aß ich nur Bio-Obst und Bio-Gemüse, verzichtete auf Nikotin, Alkohol, Zucker, tierisches Eiweiß, normales Salz und ersetzte es ausschließlich durch gesunde vegane Nahrung“, erzählt der Autor, der die Überzeugung gewann, dass nur er selbst seinen Körper gesund machen könne.

„Nach knapp vier Wochen war ich schmerzfrei und nach einem Jahr galt ich als geheilt. Dies ist nun mehr als zehn Jahre her“, berichtet Thomas Schneider. In der Zwischenzeit seien viele Betroffene auf ihn zugekommen. Nachdem sich die Anfragen gehäuft hätten, „entschloss ich mich, ein Buch zu schreiben, so dass alle Betroffenen nun daran partizipieren können“.