Deutsche Glasfaser setzt Ausbau in Roetgen und Simmerath fort

Bauarbeiten werden fortgesetzt : „Der Ausbau ist sicherlich kein Zuckerschlecken“

Nachdem die Deutsche Glasfaser die Arbeiten in den Gemeinden Roetgen und Simmerath im November wegen fehlender Genehmigungen einstellen musste, werden die Baumaßnahmen für das Glasfasernetz - wie von dem Unternehmen angekündigt - seit Ende März fortgesetzt.

Neben dem Ausbau des sogenannten „Backbones“ – das ist die Glasfaserleitung vom Hauptknotenpunkt in die einzelnen Orte – werden in Roetgen die Hausanschlüsse vorbereitet. Anschließend soll es in Lammersdorf und Simmerath weitergehen.

Bisher sei der Ausbau eher „suboptimal“ verlaufen, Zeiten seien nicht eingehalten worden, und die ersten Ortschaften sollten eigentlich schon angeschlossen sein, erklärt André Koll von der Gemeinde Simmerath. „Wir hoffen, dass sich im Laufe des Jahres immens etwas tun wird und dann die ersten Hausanschlüsse nutzbar sind“, sagt er. Eine Handhabe oder echte Alternative habe man nicht, „da sonst niemand zu einem solchen Ausbau bereit ist“.

„Der Ausbau ist sicherlich kein Zuckerschlecken und bringt eine anstrengende Zeit mit sich. Das sollten wir aber in Kauf nehmen, da am Ende das Ergebnis zählt“, sagt Bürgermeister Jorma Klauss. Glücklicherweise hätten in den vergangenen Monaten einige offene Fragen mit allen Beteiligten geklärt werden können, so dass der Ausbau nun weitergehe. Ein offener Punkt sei aber noch die Versorgung der Privathaushalte im Bereich des Gewerbegebietes. „Die Informationspolitik der Deutschen Glasfaser könnte durchaus besser sein, ich sehe aber auch die Fortschritte“, sagt er.

Wann und wo die ersten Hausanschlüsse nutzbar sein werden, werde im Juni festgelegt, erklärt die Deutsche Glasfaser auf Anfrage.

Die Absage von Terminen zur Hausbesichtigung hatte bei einigen Bürgern in Rott jüngst für Irritationen gesorgt. Sie waren davon ausgegangen, dass man sich erst in Richtung Simmerath vorarbeite, sobald die Arbeiten für die Hausanschlüsse in der Gemeinde Roetgen abgeschlossen sind. Auf Anfrage erklärt die Deutsche Glasfaser, dass Rott zum Projekt Roetgen gehöre. Es handele sich aber um ein eigenes Ausbaugebiet und werde daher eigenständig geplant. „Hier ist der Start der Tiefbauarbeiten für August geplant. Voraussetzung hier ist, dass wir entsprechend die Genehmigungen der Städteregion bekommen“, teilt das Unternehmen mit.

Für alle Fragen rund um den Ausbau soll es künftig auch wieder einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort geben. Ab dem 29. April 2019 ist der ehemalige Servicepunkt in Roetgen (Hauptstraße 35) von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr wieder als Baubüro geöffnet. Auch das Baubüro in Simmerath (Rathausplatz 14) öffnet ab dem 30. April 2019 ebenfalls wieder von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

Während der Osterzeit pausieren die Arbeiten zum Ausbau des Glasfasernetzes vom 19. April bis zum 5. Mai. Zur Gewährleistung der Sicherheit würden offene Baustellen vorläufig verschlossen oder ordnungsgemäß abgesichert, kündigt die Deutsche Glasfaser an. Ab dem 6. Mai soll es dann wieder weitergehen.

Zu der Frage, wann mit den Arbeiten im Stadtgebiet Monschau begonnen wird, kann das Unternehmen noch keine Angaben machen.

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