Imgenbroich/Konzen: Deutsche Glasfaser bündelt die Nachfrage in Imgenbroich und Konzen

Imgenbroich/Konzen : Deutsche Glasfaser bündelt die Nachfrage in Imgenbroich und Konzen

Schnelles Internet für Imgenbroich und Konzen, damit wirbt die Deutsche Glasfaser (DG) derzeit massiv auf Plakaten, Bannern und direkt an den Haustüren in beiden Orten. Aber wie viele Haushalte möchten eigentlich ihren eigenen Glasfaseranschluss haben? Genau das wird gerade geklärt — mit einer sogenannten Nachfragebündelung.

Damit der Internetanbieter neue Leitungen legt, müssen bis zum 9. Juni mindestens 40 Prozent der Haushalte vor Ort einen Vertrag fürs neue Netz abgeschlossen haben. Momentan sind es in Imgenbroich 24 Prozent, im Nachbarort 20 Prozent. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Projektmanager Dennis Schiefke zur „Halbzeit“ der Frist. „Wir haben vor etwa fünf Wochen mit der Nachfragebündelung begonnen. Meistens kommen viele Unterschriften erst kurz vor Ende, deswegen ist das Ergebnis bis jetzt sehr gut.“

In Teilen der Gemeinde Simmerath musste die etwa dreimonatige Frist mehrmals verlängert werden, ehe die 40 Prozent in etwa erreicht waren. Dies gelang dann überall, mit Ausnahme einiger Orte im Rurtal.

Auf das Ergebnis der Nachfragebündelung in Konzen und Imgenbroich schaut man aber in der gesamten Stadt Monschau mit Spannung und Interesse. Denn nur wenn die Deutsche Glasfaser in diesen beiden Orten 40 Prozent erreicht und damit tätig wird, ermittelt die DG das Interesse in den übrigen Stadtteilen Mützenich, Höfen, Kalterherberg, Rohren und Monschau-Altstadt.

Vor allem die günstigen Konditionen sollen die Menschen dazu bewegen, sich für einen Glasfaseranschluss zu entscheiden. So wird jetzt noch der Hausanschluss umsonst gelegt — normalerweise bezahlt man dafür je nach Anbieter zwischen 800 und 1200 Euro.

In Roetgen ist man bereits einen Schritt weiter. Die 40-Prozent-Hürde wurde bereits genommen, wenn auch wiederum erst nach einer Fristverlängerung.

„Ein paar Dinge umgeplant“

Trotzdem surft hier noch keiner mit blitzschnellem Internet. Eigentlich sollte bereits Anfang des Jahres mit dem Ausbau begonnen werden, passiert ist jedoch noch nichts. „Es mussten ein paar Dinge umgeplant werden“, sagt Schiefke. „Momentan wird die Hauptleitung gelegt, dann wird man spätestens im Sommer auch in den Ortschaften etwas von den Bauarbeiten sehen.“ Heißt auch: Frühestens nach dem Sommer werden die schnellen Leitungen für die Bürger in Roetgen zur Verfüfung stehen.

Das sieht Bürgermeister Jorma Klauss eher gelassen: „Uns war von Anfang an klar, dass der zeitliche Plan sehr ambitioniert war. Ehrlich gesagt, haben wir damit gerechnet, dass es Verzögerungen geben wird. Wir gehen da ganz realistisch und nicht naiv an die Sache.“ Trotzdem ist er zuversichtlich, dass noch dieses Jahr der Wechsel von Kupfer- auf Glasfaserleitungen stattfindet: „Wir haben nicht das Gefühl, dass man bei der Deutschen Glasfaser nichts tut. Deswegen sind wir sehr optimistisch.“

Auf mögliche Probleme ist Klauss aber schon jetzt eingestellt: „Wir werden und müssen natürlich die Baumaßnahmen begleiten. Ich kann jetzt schon sagen: Das wird eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Es wird Probleme geben, da bin ich mir sicher. Schließlich werden Straßen im ganzen Ort aufgerissen. Aber wir sind bestens vorbereitet.“

Einen Vorteil hat das Ganze neben dem neuen Internetanschluss aber noch: „Wir wissen über den momentan schlechten Zustand vieler unserer Straßen. Aber die Schäden werden natürlich direkt mit beseitigt, wenn wir schon einmal dran arbeiten.“

Auch in Simmerath hinkt man den eigentlichen Bauterminen deutlich hinterher — und damit auch den Erwartungen der Simmerather Bürger. Schließlich sollten laut dem Anbieter bereits im Februar die ersten Leitungen gelegt sein. „Unschlagbar schnell“ sollte dort das Internet bereits genutzt werden können. Von Schnelligkeit ist aber weder beim Internet noch beim Glasfaserausbau in der Realität etwas zu erkennen.

Ein Trost für die Wartenden sollte ein Blick auf die Internetseite der Deutschen Glasfaser sein: „Noch 1 Schritt bis zur Fertigstellung.“ Dann wird das Netz aktiviert. Heißt: Die nötigen Verteilstationen werden aufgebaut, von dort gehen die Leitungen dann in die Häuser.

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