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Konzen: Der „Weiße Vater der Afrika Missionare“ ist zu Hause

Konzen : Der „Weiße Vater der Afrika Missionare“ ist zu Hause

Der Förderverein „Bruder Theo Call — Weißer Vater der Afrika Missionare“ hatte jetzt zu einer Infoveranstaltung über die Arbeit von Bruder Theo Call im Saal bei Achim und Elke eingeladen. Für Bruder Theo Call, der für circa drei Monate in Deutschland ist, war es eine ganz besondere Veranstaltung, da er viele Bekannte von früher wieder traf.

Alle Gäste und Mitglieder haben sich gefreut, Theo Call nach fünf Jahren noch einmal in Konzen begrüßen zu dürfen. In einer Präsentation zeigten Martin und Elke Krings Bilder und Videos aus Tansania und begeisterten die Gäste mit den exklusiven Einblicken in die Arbeit des Missionars.

Seit 50 Jahren Missionar

Im Dezember des vergangenen Jahres wurde für Theo Call ein besonderes Fest in Kabanga, Tansania, veranstaltet. 50 Jahre hat er sich für Kabanga und die Umgebung eingesetzt und mit seiner Arbeit sehr viel erreicht. „Meine Mission dort wird nie beendet sein“, sagte Theo Call. Mit einem wie für einen Superstar vorbereiteten Fest wurde er an diesem Tag ausgiebig gefeiert. Der Tag begann mit einer zweistündigen Messe im Hauptzelt, bevor es danach mit Tanz- und Gesangseinlagen von jeder Gruppe aus dem Dorf weiterging.

Von den Krankenschwestern bis zu den Jungen, alle hatten etwas für ihn vorbereitet. „Manche sind für diesen Tag sogar 50 bis 200 Kilometer gereist, um mich zu sehen“, erzählte er begeistert. Einige Personen, die Theo Call und dem Förderverein sehr nahe stehen, waren sogar aus Deutschland angereist. Das Fest dauerte bis in den späten Nachmittag, bevor dann die Zelte abgebaut wurden. Theo Call hatte sich sehr über den Tag gefreut, und sagte: „Ich werde diesen schönen Tag niemals vergessen.“

Im Anschluss an den 45-minütigen Film über das Fest berichteten Martin und Elke Krings über weitere Arbeiten, die Theo Call vollbracht hat. Unter anderem ging es um die Reparatur eines Traktors und über Werkstätten in Kabanga, wie zum Beispiel die Sägewerke und Schreinereien. Ein eigenes kleines Dorf wurde vor einigen Jahren extra für die Sicherheit von Albinokindern und die ihrer Eltern errichtet. Neben ihnen können dort aber auch Taubstumme und Blinde eine sichere Unterkunft für die Nacht finden. In dem kleinen Dorf sind nun schon über 200 Kinder untergebracht.

Zeit für Fragen und Persönliches

Zum Schluss berichteten sie über den Bau eines neuen Turbinenhauses, was mit sehr anstrengender körperlicher Arbeit verbunden sei. Dazu müssten neue Brücken gebaut, neue Rohre verlegt und der See weiter aufgestaut werden. Diese Arbeit zahle sich aber nicht nur für die Arbeiter aus, die im Durchschnitt 2 Euro pro Tag erhalten würden sondern auch für Theo Call, der für den Bau einer Turbine bereits eine Auszeichnung erhalten hat.

Die Gäste des Abends waren sehr erstaunt von dem, was Theo Call alles für dieses Dorf getan hat und drückten mit einem kräftigen Applaus ihre Wertschätzung aus.

Am Ende stand Bruder Theo Call noch für Fragen und persönliche Anliegen zur Verfügung.

Für zwei Wochen muss er sich nun in augenärztliche Behandlung begeben, was überwiegend seinem Alter und der vielen Arbeit geschuldet ist. Danach wird er sich noch für circa anderthalb Monate den Terminen des Fördervereins und persönlichen Besuchen widmen.

(nk)