Nordeifel: Der Wasserpreis bleibt auch im kommenden Jahr stabil

Nordeifel : Der Wasserpreis bleibt auch im kommenden Jahr stabil

Gut gewirtschaftet hat der Wasserversorgungszweckverband Perlenbach im ausklingenden Jahr 2017.

Das freut neben dem Unternehmen selbst auch die Verbraucher, denn eine wesentliche Folge der kontinuierlichen Finanzplanung ist, dass der Wasserpreis für die Kunden im rund 50.000 Einwohner zählenden Versorgungsgebiet zwischen Kalterherberg und Kreuzau auch 2018, und damit im sechsten Jahr in Folge, stabil bleibt. Die letzte Preiserhöhung fand zum 1. Januar 2012 statt. Somit zahlen die Verbraucher auch 2018 einen Arbeitspreis von 1,40 Euro je Kubikmeter (1000 Liter) Wasser. Hinzu kommt eine Grundgebühr von 144 Euro jährlich für jeden der insgesamt 19.000 Hausanschlüsse im Einzugsgebiet, so dass in der Endabrechnung der Kubikmeterpreis mit 2,69 Euro zu Buche schlägt.

Der Wasserpreis ist aber nur eine von vielen Zahlen, die in der Wirtschafts- und Finanzplanung des Perlenbachverbandes für das kommende Jahr von Bedeutung sind. Von der Betriebsleitung wurde jetzt der Betriebsausschuss des Wasserversorgungszweckverbandes bei seiner Herbstsitzung im Verwaltungsgebäude Imgenbroich über die aktuelle Situation und anstehende Planungen informiert.

6,3 Millionen Euro an Einnahmen erwartet der Verband für 2018 durch den Wasserverkauf. Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Jahr und Person hat sich bei rund 46 Kubikmetern eingependelt. Vor Jahren geäußerte negative Prognosen über die demografische Entwicklung in ländlichen Gebieten kann das Wasserwerk Perlenbach bislang nicht bestätigen. Auch für das kommende Jahr sind wieder 158 Neuanschlüsse, vorrangig in Neubaugebieten, vorgesehen.

Ein wesentlicher Faktor bei den Investitionen ist die Erneuerung bzw. Erweiterung des Leitungsnetzes. Der Verband strebt 2018 an, 1,66 Prozent des Leitungsnetzes auszuwechseln. Das entspricht einer Rohrlänge von zehn Kilometern. Dafür hat der Verband eine Investition in Höhe von 3,7 Millionen Euro eingeplant. Hauptsächlich handelt es um Erneuerungen von Hauptleitungen in Ortslagen.

In neu zu erschließenden Gebieten werden rund 2,2 Kilometer Leitungen neu verlegt. Dafür sind rund 400.000 Euro eingeplant. In den Jahren 2019/20 ist die Erneuerung einer 7,6 Kilometer langen Hauptleitung in der Gemeinde Hürtgenwald geplant. Dafür sind 2,4 Millionen Euro vorgesehen.

3,3 Millionen Euro für die Löhne eingeplant

Auch die Hochbehälter als Wasserspeicher bilden eine Dauerbaustelle. Hier strebt man eine jährliche Erneuerungsquote von 4,9 Prozent an. In den vergangenen 14 Jahren wurden bereits 44 Prozent des gesamten Hochbehälterfassungsvermögens erneuert, was Investitionskosten von 2,1 Millionen Euro entspricht. Für 2018 sind rund 600.000 Euro in den Neubau des Hochbehälters Vossenack-Germeter vorgesehen.

Ein fester Posten sind auch die Personalkosten. Der Wasserversorgungszweckverband beschäftigt aktuell 53 Mitarbeiter. Dafür sind im kommenden Jahr 3,3 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern vorgesehen. Diese Position gehöre regelmäßig zu den „Kostentreibern“, wie der kaufmännische Abteilungsleiter des Verbandes, Frank Stollenwerk, dem Betriebsausschuss erläuterte. Die Tariferhöhungen machten sich mit jährlich 100.000 Euro Mehrkosten bemerkbar.

Auch erneuerbare Energien spielen bei der Finanzplanung des Wasserwerks Perlenbach im Jahr 2018 wieder eine Rolle. Aus der Stromabgabe der Wasserkraftanlage sind 6000 Euro an Ertrag durch das RWE vorgesehen. Über 90 Prozent des hier erzeugten Stroms nutzt das Wasserwerk allerdings selbst.

Die Photovoltaikanlage an der Trinkwasseraufbereitungsanlage Perlenau soll im kommenden Jahr rund 18.000 Euro an Ertrag erbringen. Weitere 5000 Euro an Ertrag sind durch eine weitere Photovoltaikanlage eingeplant, die in Kürze auf dem Dach der Fahrzeughalle am Verwaltungsgebäude ihren Betrieb aufnehmen soll.

(P. St.)
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