Nordeifel/Aachen: Der vierte Versuch gelingt: Frauen des TV Konzen holen das Ding

Nordeifel/Aachen : Der vierte Versuch gelingt: Frauen des TV Konzen holen das Ding

Nach drei vergeblichen Anläufen holte die Frauenmannschaft des TV Konzen am Dienstag nach einem 3:0 Erfolg gegen Eintracht Kornelimünster auf der Sportanlage des FV Haaren an der Aachener Neuköllner Straße den Kreispokal des Fußballkreises Aachen erstmalig in die Nordeifel.

Im vierten Versuch in Folge machten die Mädels des TV Konzen es besonders spannend, denn nach Ablauf der 90 Minuten war noch kein Tor gefallen. Als sich fast alle schon auf ein Elfmeterschießen eingestellt hatten und in der ersten Halbzeit der Verlängerung nur noch eine Minute zu spielen war, nahm Julia Hermanns einen Steilpass an und machte die Führung für die Konzenerinnen klar. Danach lief es für die gelb-schwarz gekleideten Damen des TV wunschgemäß.

Übersteiger mal anders: Konzens Nikola Nießen ist nicht aufzuhalten.

Nach einem Foul an Merit Breuer verwandelte Julia Hermanns in der Schlussminute der Verlängerung den fälligen Strafstoß zum 2:0. In der vierten Minute der Nachspielzeit machte die eingewechselte Angelina Warbel den 3:0-Endstand und damit den Pokalsieg endgültig klar und sorgte damit für allerbeste Stimmung im Team und bei Trainer Willibert Strauch: „90 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel. In der Verlängerung waren wir dann die bessere Mannschaft und haben letztendlich dann auch verdient gewonnen.“

Dabei mussten die Konzenerinnen mit dem Handicap ins Endspiel um den Sparkassenpokal gehen, dass sie auf ihre beiden etatmäßigen Torfrauen verzichten mussten und Mittelfeldspielerin Lena Warbel ins Tor musste.

Lena Warbel im Tor bravourös

Sie erledigte ihre Aufgabe aber mit Bravour, und nach Ablauf der 120 Minuten war die „Ersatztorfrau“ mit der zweifachen Torschützin Julia Hermanns — übrigens beide aus Rohren — die Matchwinnerin des Tages. Die Torfrau glänzte mit hervorragendem Stellungsspiel und klärte in Liberomanier etliche Steilangriffe des Gegners. Ihre größte Tat erbrachte Lena Warbel in der 65. Minute, als sie einen Foulelfmeter parierte.

In der ersten Halbzeit leisteten sich die beiden Spitzenteams aus der Landesliga viele Fehlpässe, wodurch Tormöglichkeiten rar blieben, wobei die Gruppe aus dem Münsterländchen noch die besseren Chancen hatte. „Wir spielen heute nicht so gut wie in der Meisterschaft. Ich weiß auch nicht, woran es liegt; vielleicht daran, dass es ein Endspiel ist“, so der der Konzener Coach beim Seitenwechsel. Verletzungsbedingt konnte Maike Stollenwerk in Halbzeit zwei nicht mehr auflaufen, sie wurde durch Luisa Kochs ersetzt. Annika Palm wurde in der zweiten Halbzeit für die erst 16-jährige Lisa Drösch eingewechselt.

Die erste Torchance in Abschnitt zwei hatte die Eintracht schon in der 47. Minute, jedoch scheiterte Sarah Schneider an der Konzener Torfrau. Nach einer Stunde hätten die Konzenerinnen in Führung gehen können, leider landete der Ball nach einem Eckball und einem Kopfball von Julia Hermanns aus dem Gewühl an der Latte des Eintracht-Tores.

Wenige Minuten später bewahrte Lena Warbel durch den gehaltenen Strafstoß ihr Team vor einem Rückstand, wobei der Schiedsrichter sich zuerst für einen Freistoß für die Eintracht entschieden hatte, dann aber seine Entscheidung revidierte und zum Entsetzen der Konzener Anhänger auf den Punkt zeigte. Auf der anderen Seite gelang es dem Team aus der Nordeifel einige Male, ihre eingewechselte Angreiferin Luisa Kochs mit Steilpässen zu bedienen, jedoch scheiterte die an der Torfrau oder zirkelte den Ball am Gehäuse der Eintracht vorbei. D

er gehörte dann die letzte Möglichkeit in der regulären Spielzeit, jedoch köpfte Sarah Schneider aus guter Position den Ball über das Konzener Tor. In der kurzen Pause vor der Verlängerung muss der Konzener Coach dann die richtigen Worte gefunden haben, denn ab Minute 90 zeigten die Schwarz-Gelben sich präsenter und couragierter, wobei der 3:0-Erfolg verdient war, aber etwas zu hoch ausfiel.

(kk)