Der Juni-Käfer fliegt und paart sich

Aus der Natur unserer Heimat : Der Juni-Käfer fliegt und paart sich

Die Maikäfer sind mittlerweile wieder verschwunden und haben sich in die Erde eingebuddelt. Im Juni sind andere Käfer zu beobachten, die viel häufiger sind als Maikäfer.

In Dedenborn gibt es noch einige Wiesen, die weder gedüngt noch mit Gülle getränkt werden. Hier bleibt das Gras noch ziemlich klein, aber viele Blumen blühen auf diesen Magerwiesen. Am vergangenen Sonntag nun flogen in niedriger Höhe schätzungsweise mehr als tausend Junikäfer über diese Wiesen, um Nahrung zu suchen oder um sich zu paaren. Auch in Gärten lassen sie sich beobachten. Sie ähneln den Maikäfern, sind aber viel kleiner und viel unruhiger und flugfreudiger. Der Junikäfer wird bis zu 18 Millimeter groß, der Maikäfer dagegen kann bis zu 30 Millimeter groß werden. Der Kopf des Junikäfers, an dem sich zwei lange Fühler befinden, ist schwarzbraun.

Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen die befruchteten Eier in den Boden und stirbt einige Tage später. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Larven des Junikäfers und entwickeln sich langsam zu größeren Larven, die ähnlich aussehen wie die Engerlinge des Maikäfers, nur sind sie etwas kleiner. In wärmeren Regionen benötigen die Larven bis zur kompletten Entwicklung zum Käfer nur zwei Jahre, in kühleren Gebieten kann die Entwicklung ein Jahr länger dauern.

In dieser Zeit ernähren sich die jungen Tiere von Pflanzenwurzeln. Die ausgewachsenen Junikäfer selbst ernähren sich von pflanzlichen Teilen wie Blätter und Blüten von Bäumen und Gehölzen. Der geschlüpfte Käfer hat nur eine Lebensdauer von ein bis zwei Monaten.

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