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Datsun-Fairlady-Treffen in der Nordeifel

Oldtimer : Fairlady-Treffen in der Nordeifel

Am Pfingstwochenende wird in Monschau ein Treffen von rund 30 Datsun-Fairlady-Roadster-Besitzern mit ihren Fahrzeugen stattfinden. Die Teilnehmer kommen aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, England und Deutschland.

Am Pfingstsamstag werden die Fahrzeuge zwischen 14 und 18 Uhr am Nissan-Autohaus Kirch in Höfen, Hauptstraße 144, ankommen und können dort besichtigt werden. Dies ist das erste Fairlady-Roadster-Treffen in Deutschland, in den Jahren zuvor fanden die Treffen in den Niederlanden statt. In diesem Jahr hat Bernhard Stein aus Monschau, der auch einen Roadster besitzt, im Auftrag der niederländischen Veranstalter die Vorbereitungen getroffen.

Am Pfingstsonntag wird die Gruppe eine kleine Ausfahrt unternehmen, die durch das Rurtal zum Rursee und weiter nach Schwammenauel führt. Dort werden die Fahrzeuge auf dem Parkplatz am Seehotel Schwammenauel zwischen 12 und 15 Uhr zu besichtigen sein, bevor es dann wieder zurück nach Monschau geht.

Der Datsun-Fairlady-Roadster wurde von 1963 bis 1970 gebaut und in den USA als Datsun Sports verkauft. In Deutschland ist das Fahrzeug relativ unbekannt, weil Nissan erst ab 1973 in Deutschland tätig war und 1973 schon der Datsun 240Z als Nachfolger auf dem Markt war. Der Fairlady-Roadster ist somit ein Vorläufer des aktuellen Sportwagens Nissan 370Z. Die Firma Datsun ist 1937 durch Fusion in Nissan aufgegangen, außerhalb Japans wurden die Fahrzeuge aber weiterhin unter dem Namen Datsun verkauft. Erst von 1982 bis 1984 wurde der Markenname Datsun auf Nissan umgestellt.

Der Fairlady-Roadster war der erste echte Sportwagen von Datsun und wurde zuerst mit einem 1,5 Liter-Motor gebaut, ab 1965 durch einen 1,6 Liter-Motor mit 96 PS ersetzt. Zusätzlich gab es ab 1967 die sportlichere Variante mit 2-Liter-Motor, Hitachi-SU-Doppelvergasern, 5-Gang-Getriebe und 125 PS. Verfügbar war auch ein „Wettbewerbspaket” mit doppelten Mikuni-Solexvergasern und einer schärferen Nockenwelle, das 150 PS lieferte. Ein gut präparierter Datsun 2000 lief bis zu 193 km/h und verbrauchte weniger als 7,8 Liter auf 100 Kilometern. Mit seinem günstigen Preis war er auf dem amerikanischen Markt als Konkurrent der englischen Roadster gedacht. So blieb es nicht aus, dass der Wagen bis zum Erscheinen des Nachfolgers 240Z auch im Motorsport eingesetzt wurde.

Bereits beim 1. Japan-G.P.-Race 1963 gewann der Fairlady die Touringklasse. 1968 hat Hannu Mikkola ihn bei der Rallye Monte Carlo gefahren und den 9. Platz erzielt. Bei der Tulpenrallye 1968 und 1969 war er ebenfalls dabei. Auch Stirling Moss ist mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen.