Höfen: DasDa-Theater präsentiert „Lippels Traum“ an der KGS Höfen-Mützenich

Höfen : DasDa-Theater präsentiert „Lippels Traum“ an der KGS Höfen-Mützenich

„Erlebe das Wunder deiner Träume, öffne das Tor zur fantastischen Welt“, singt Julia Alsheimer als Erzählerin zu Beginn der neuen Produktion des DasDa-Kindertheaters. Dann öffnen sich die großen Buchseiten, und das Bühnenbild zu „Lippels Traum“ von Paul Maar beginnt wie ein Märchen.

Mit dem Aufschlagen eines Buches — und dieses Buch beginnt fast schon dramatisch: Lippels (Maciej Bittner) Eltern fahren für eine Woche auf eine Dienstreise und lassen ihren einzigen Sohn Philipp, genannt Lippel, in der Obhut der gestrengen Frau Jakob (Julia Alsheimer).

Zum Trost schenkt Lippels Vater dem Filius sein „Morgenlandbuch“ mit Geschichten aus 1001 Nacht. Doch die böse Frau Jakob nimmt ihm das Buch weg, so dass Lippel am Abend ins Bett gehen muss, ohne zu wissen, wie die Geschichte um Prinz Asslam (Ali Marcel Yildiz) und Hamide (Angela Ahlheim) zu Ende geht.

Doch was wäre Lippel, wenn er nicht träumen könnte? Und so träumt der Junge die Geschichte um den schweigenden Prinzen, der vom Hof seines Vaters verbannt wird, weiter. Schnell verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Traum. Sind vielleicht Lippels neue Mitschüler, Hamide und Arslan, auch verbannte Königskinder?

Mit einem herausragend schönen Bühnenbild, gestaltet von Frank Rommerskirchen, entführen die vier Darsteller in über 15 verschiedenen Rollen gleichermaßen in das Leben von Lippel wie auch in die Sandwüsten und Paläste des Morgenlandes. Das junge Publikum zeigte sich begeistert. Tom Hirtz, Chefdramaturg und Leiter des DasDa-Theaters, legte schon im Vorfeld der Premiere auf die sogenannten „Probenkinder“: junges Publikum, das schon während der Proben bewerten durfte, ob es dem Geschehen folgen konnte, welche Ideen es gut und welche weniger gut fand.

Das Schöne an „Lippels Traum“ ist, dass es ein „Mutmach-Stück“ ist, und es geht um Toleranz und Fairness. Wie auch schon bei anderen Kinderstücken des DasDa-Theaters gibt es viele Lieder mit Ohrwurmcharakter. Die Idee, das Bühnenbild als klappbare Buchseiten zu gestalten, untermalt sehr schön die Wechsel zwischen der Realität und Lippels Traumwelt. „Lippels Traum“ ist geeignet für Kinder ab sechs Jahren. Auf der Bühne passiert viel, und wenn die Helden in Not geraten, dann fiebern die Kinder richtig mit — und haben offensichtlich einen Heidenspaß.

Ende April gastierte das DasDa-Theater zweimal mit „Lippels Traum“ an der Grundschule Roetgen, und am 12. Juli kommen auch die Kinder der KGS Simmerath noch in den Genuss des fantasiereichen Theaters.

(eon/hes)