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Aus der Natur unserer Heimat: Das Mauswiesel

Aus der Natur unserer Heimat : Das Mauswiesel

Wenn man den Begriff Raubtier vernimmt, denken wohl die meisten Menschen an Löwen, Tiger oder Wolf. In unserer Heimat ist der Fuchs, abgesehen vom Wolf, das größte Raubtier. Kleinere Arten sind die Marder, hier Steinmarder und Baummarder. Es gibt aber noch kleinere Arten, nämlich Hermelin und Mauswiesel, von denen wiederum das Mauswiesel die kleinste Raubtierart in unserer Heimat ist.

Da es fast immer nur in der Nacht aktiv wird, kann man es nur selten sehen und beobachten. Aber in der vergangenen Woche flitzte es auch tagsüber durch einen Garten in Dedenborn circa eine Viertelstunde umher und ließ sich auch dabei fotografieren. Die Körperlänge des Mauswiesel schwankt zwischen 11 und 26 Zentimeter, der Schwanz kann bis zu 8 Zentimeter lang werden. Die Oberseite ist rotbraun, die Unterseite weiß. Das größere Hermelin wechselt im Herbst seine Fellfarbe in Weiß, während das Mauswiesel in Mitteleuropa seine Farbe rotbraun im Winter behält. Nur im nördlichen Europa wird auch das Mauswiesel im Winter weiß.

Diese kleinste einheimische Raubtierart haust in Baumlöchern, Steinhaufen und jagt vor allem kleine Wirbeltiere wie Mäuse aller Art, Eidechsen und auch Tiere, die so groß wie sie oder sogar größer sind. Im besagten Garten in Dedenborn leben auch einige Waldmäuse zwischen alten Bahnschwellen an einer Treppe und ernähren sich dort vom verstreuten Vogelfutter. Das Mauswiesel flitzte nun durch alle Mauslocheingänge auf der Suche nach den Mäusen. Es wurde nicht beobachtet, ob es eine Maus gefangen hat, konnte dann aber einen unvorsichtigen Spatz erwischen und mit ihm im Maul verschwinden.