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Aktion am Samstag

Das große Aufräumen im Schmidter Wildpark

Am Mittwoch haben die Mitarbeiter des Schmidter Wildparks gemeinsam mit freiwilligen Helfern begonnen, den Zaun des Rotwildgeheges zu erneuern, da er vom Sturm irreparabel beschädigt worden war. FOTO: Scheidtweiler

Schmidt Im Schmidter Wildpark ist für Samstag eine größere Aufräumaktion mit freiwilligen Helfern geplant. Da es für das Wochenende eine neuerliche Sturmwarnung auch für die Eifel gibt, stand jedoch am Freitag noch nicht fest, ob die Aktion im geplanten Umfang wird stattfinden können.

„Es kann sein, dass die Aktion kleiner ausfällt oder verschoben werden muss. Leider wissen wir erst Samstagmorgen mehr. Bei den eingeplanten Helfern melden wir uns“, hieß es am Freitag auf der Facebookseite des Wildparks, der, wie berichtet, am vergangenen Sonntag erheblich durch das Orkantief „Sabine“ in Mitleidenschaft gezogen worden war. „Heute sind uns schon Bäume buchstäblich vor die Füße gefallen, obwohl es nicht sehr windig ist. Die Sicherheit aller Beteiligten steht natürlich an aller erster Stelle! Daher wird der Park dieses Wochenende auch voraussichtlich noch nicht freigegeben“, kündigten die Betreiber Katja und Axel Scheidtweiler an.

Ihr Hilferuf zu Wochenbeginn war keineswegs ungehört verhallt. „Uns erreichte eine Welle der Hilfsbereitschaft, mit der wir nicht gerechnet haben. Es ist unfassbar schön zu erleben, wie sehr Menschen zusammenhalten können. Und wie uneigennützig Hilfe in jeglicher Form angeboten wird“, berichteten die Parkbetreiber.

„Kaum zu glauben“

Neben großzügigen Spenden habe man sehr viele Nachrichten mit aufmunternden Worten, aber auch mit tatkräftigen Hilfsangeboten erhalten. „Kaum zu glauben, wie viele Leute einen Kettensägenführerschein oder Bagger haben“, meinte Axel Scheidtweiler.

Man versuche, jedem Angebot gerecht zu werden und zu antworten, bitte jedoch um Verständnis, wenn der Wildpark nicht sofort antworte. Es sei gar nicht so leicht, alle Hilfsangebote zu koordinieren, „aber wir wissen die Unterstützung unserer Freunde wirklich zu schätzen“, so Katja Scheidtweiler.

Am Dienstag und Mittwoch begannen die ersten organisierten Trupps Freiwilliger mit den Aufräumarbeiten. „Durch die derzeitige Wetterlage kommen wir mit den Baggern noch nicht überall hin. Aber wir bereiten soweit schon alles vor, um bei besserem Wetter zügig fortfahren zu können“, sagt Axel Scheidtweiler. Am Mittwoch habe man sich den Zaun des oberen Rotwild-Geheges vorgenommen. „Leider ist er irreparabel und muss daher komplett erneuert werden. Wir nutzen dabei nun die Gelegenheit, ihn etwas zu versetzen, damit Teile des Geheges für Besucher hoffentlich bald besser einsehbar werden“, heißt es auf der Internetseite des Wildparks. Wenn die Aufräumarbeiten so weitergehen könnten, wie sie begonnen wurden, könnten auch die laufenden Projekte, die der Park sich für 2020 vorgenommen hat - unter anderem der Bau von Greifvogel-Volieren und die Umsetzung eines Besucher-Leitsystems mit Tierbeschilderungen – wie geplant weitergehen.

Organisiert

„Wir bitten alle motivierten Freiwilligen, die nicht für Hilfseinsätze eingeplant sind, nicht auf gut Glück vorbeizukommen. Denn wir gehen organisiert vor, da es anders nicht zu machen ist – vor allem aus Sicherheitsaspekten“, sagen Katja und Axel Scheidtweiler und fügen hinzu: „Es sei denn, Ihr möchtet einen Kaffee trinken oder die Ziegen trösten, dann seid Ihr wie immer herzlich willkommen. Das Café und der obere Bereich sind sicher und am Wochenende geöffnet.“

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