Das Familienzentrum Konzen zieht ab Freitag in den Neubau am Feuerbach

Über 200 Umzugskartons : Das Familienzentrum Konzen zieht in den Neubau am Feuerbach

Über 200 Umzugskartons sind gepackt, die Möbel auseinandergeschraubt, die Kinderstühlchen gestapelt: Mit rund halbjähriger Verspätung macht sich ab Freitag der Konzener Kindergarten auf den Weg in den naheliegenden Neubau am Feuerbach.

Drei Tage soll der Umzug dauern, am 2. Januar 2019 soll der erste Kindergartentag im modernen, rund 3,85 Millionen Euro teuren Flachbau unterhalb der Kirche sein.

Ein fröhliches Durcheinander herrschte diese Woche noch im alten Kindergartengebäude an der Konrad-Adenauer-Straße, wo die Betreuung trotz der bevorstehenden Ereignisse ganz normal weiterlief und wo auch in den kommenden Umzugstagen kein außerplanmäßiger Schließtag eingeschoben werden muss. „Wir haben die Eltern nur für Freitag gebeten, ihre Kinder, wenn es eben geht, zu Hause zu lassen“, berichtete Kindergartenleiterin Silke Bongard und sprach von „großem Verständnis“, das die Eltern der Bitte entgegengebracht hätten.

Denn am Freitag rückt das von der Städteregion beauftragte Umzugsunternehmen Breuer aus Stolberg an, um 200 Umzugskisten und größere Mengen Mobiliar etwa 400 Meter westlich und bergab zu verfrachten. Seit Wochen ist man im Familienzentrum mit vereinten Kräften dabei, alles, was in der neuen Kita gebraucht wird, in Kisten zu verstauen oder zu transportablen Päckchen zu zerlegen. „Am Freitag wird dann alles fertig an der Tür stehen und kann von den Männern aufgeladen werden“, sagt Silke Bongard und ist recht froh, dass dies nicht bei Schnee und Eis passieren wird.

Mit dem Einpacken hatte man übrigens schon früher begonnen, weil der Umzug nach dem Aufschub im letzten Sommer dann eigentlich Anfang Dezember sein sollte. Nach dem Hinweis von der Baustelle, dass dieser Termin nicht hinhauen würde, stellte man sich im Familienzentrum rasch auf den dritten neuen Termin ein und begann, dem Umzugstermin parallel zum Adventskalender entgegenzufiebern...

Das neue Konzener Kindergartengebäude aus der Drohnenperspektive: Über 5500 Kubikmeter Erde wurden für das neue Gebäude samt Parkplatz und Außenflächen bewegt, 500 Kubikmeter Beton für die Bodenplatte und Fundamentierung sowie 70 Tonnen Eisen wurden verarbeitet. Ab 2. Januar herrscht hier Leben. Foto: Christian Pohl

In den neuen Räumen, so ist Silke Bongard überzeugt, wird vieles schöner, größer, einfacher und anders sein. Das fängt schon bei der Namensgebung der Gruppen an. Während jetzt Bären und Mäuse durch die Kita toben und die Kinder im Traumland oder im Sonnenwinkel gut aufgehoben sind, tragen die fünf Regelgruppen künftig allesamt Pflanzennamen: Kleeblatt und Löwenzahn, Pusteblume, Butterblümchen und Gänseblümchen heißen die Gruppen im neuen Gebäude und Silke Bongard verrät: „Wir haben diese Blumen passend zu den Farben der fünf Gebäudeteile gewählt. Und die neue sechste Gruppe bilden die Vorschulkinder, die bisher Regenbogengruppe hießen und künftig als Grashüpfer auf dem Sprung zur Schule sind.“ Die Namensgebung habe auch etwas mit dem Konzept der Wald- und Naturnähe zu tun, wie die Leiterin erläutert.

Aktuell besuchen 101 Kinder den städteregionalen Kindergarten in Konzen, wo 31 Mitarbeiterinnen – Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen, Inklusionsassistentinnen, Hauswirtschaftskräfte und Jahrespraktikantinnen – für ihr Wohl und die wochentägliche Betreuung von 7 bis 16.30 Uhr arbeiten.

Mit dem neuen Jahr wird das Familienzentrum nicht nur gebäudetechnisch noch einmal kräftig wachsen, denn im Zuge der Einrichtung einer sechsten Gruppe für zunächst zwei Jahre stoßen im Januar 14 Neuaufnahmen dazu. „Das wird sicher ein turbulenter Januar“, sagt Silke Bongard und geht davon aus, „dass es sicherlich ein paar Tage dauern wird, bis sich in den neuen Räumen alles eingespielt hat“. Sicher ist aber, dass das schon mehrmals zertifizierte Familientrum auch in den neuen, hellen und freundlichen sowie barrierefreien Räumen seinen inklusiven Bildungsauftrag mindestens genauso gut wird erfüllen können wie bisher.

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