Einruhr: Damit Einruhr weiterhin am Wasser liegt

Einruhr: Damit Einruhr weiterhin am Wasser liegt

Der Obersee hat noch reichlich Wasser und die Trinkwasserreserven seien, wie Marcus Sailer vom Wasserverband Eifel-Rur betont, noch nicht ansatzweise in Gefahr. Trotzdem wird seit einigen Tagen Wasser aus der Urfttalsperre in den Obersee abgelassen.

Grund dafür ist aber nicht die Wasserversorgung und auch nicht der Hochwasserschutz, sondern der Tourismus.

Weil Einruhr am hinteren Ende des Sees liegt und der See dort recht niedrig ist, macht sich ein sinkender Wasserstand dort zuerst bemerkbar. Sinkt das Wasser, kommt das Ufer zum Vorschein. „Es stinkt nicht, es hat keine Auswirkung auf das Trinkwasser, es sieht einfach nur doof aus”, sagt Sailer. Und damit es im Tourismusort Einruhr eben nicht „doof” aussieht, hat der Wasserverband Eifel-Rur, der für die Talsperren zuständig ist, den Auftrag, den Pegel nicht so tief sinken zu lassen. Dieses Soll habe man schon vor Jahrzehnten festgelegt, erklärt Sailer.

Auch wenn die Talsperren in erster Linie für Hochwasserschutz, Trinkwasser und Industrie angelegt worden seien, habe man den Tourismus immer im Blick gehabt, so der WVER-Sprecher.

„Dann lassen wir es regnen”

Was aber tun, wenn es trocken ist und der Pegel fällt? „Dann lassen wir es regnen”, sagt Sailer scherzhaft. Der „Regen” kommt aus der Urfttalsperre und läuft seit Mittwoch über den Grundablass in den Obersee.

Bei einem Stauziel von 281,50 Metern und 18 Millionen Kubikmetern Wasser im Obersee ist der See voll. Schon wenn das Stauziel unter 248,70 Metern, das sind 16,4 Millonen Liter, liegt, drehen die Wassermeister den Hahn auf. Aktuell liegt der Wasserstand bei 278,82 Metern, was 16,5 Millionen Kubikmetern entspricht. Reserven gibt an Urft und Olef noch genug.

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