Damensitzung in Kesternich mit Spitzenprogramm

Damensitzung mit Spitzenprogramm : 900 Frauen zwischen Himmel und Hölle

Das größte Karnevalsevent der Session fand am Samstagnachmittag bei den Kester Lehmschwalbe im Festzelt neben dem neuen Dorfgemeinschaftshaus statt. Damensitzung war angesagt, im Zelt war kein Platz mehr frei, und 900 jecke Wiever aus der Region feierten ausgelassen.

Dazu hatten sie auch allen Grund, denn es wurde ihnen ein Spitzenprogramm geboten, das keine Wünsche offen ließ. Bereits im vorigen Jahr war die Sitzung schnell ausverkauft, und Programmgestalter Guido Lennartz kam die undankbare Aufgabe zu, einige hundert Absagen zu erteilen. Die Glücklichen, die nun am Samstag dabei waren, strömten bei strahlendem Sonnenschein schon früh zu Kesternichs Feierstätte Nummer eins und hatten schon vor Sitzungsbeginn so manches Sektchen vernichtet.

Man war also in Stimmung als Rolf Schneider im Indianer-Outfit den Startschuss für die Sitzung gab. Nachdem Mariechen Daphne Isaak und die Tanzgarde Fireworks über die Bühne gewirbelt waren, präsentierten sie mit Gisbert Fleumes einen guten Büttenredner, also ein seltenes Exemplar im heutigen Karneval. Dann stand das erste musikalische Highlight an, das den Wievern im Zelt erstmals Höchstleistungen abverlangte. Die Kölner Spitzenband „Miljö“ riss alles von den Bänken, was bis dahin gesessen hatte. Da waren auch einige Damen aus Schmidt nicht mehr zu halten, die am Zeltende steppten, was das Zeug hielt.

Die Darbietung der Jugend-Showtanzgruppe „Starlights“ war gleichfalls ein Augenschmaus, bevor der nächste musikalische Kracher aus der Karnevalshochburg Köln anstand. „De Boore“ kamen. Die Damen schmolzen angesichts der strammen Burschen in ihren knackigen Lederhosen förmlich dahin und sangen sich langsam in den Fastelovendswahnsinn. Dazwischen gab es einen ungeplanten Programmpunkt, nachdem sich eine Girlande an der Zeltdecke gelöst hatte. Für den spontanen und schwindelerregenden Einsatz eines Lehmschwalben-Arbeitstrupps mit Leiter hätten sich manche Besucherinnen auch eine Zugabe gewünscht.

Nachdem hiernach der Aktivenmix mit Krankenschwester Sascha Schmitz ebenso tosenden Beifall erhielt wie die Showtanzgruppe Fireworks, stand für viele mit Bruce Kapusta der ultimative Wahnsinn an. Kapusta war in Kesternich sicherlich für viele Everybody’s Darling, man wollte ihn gar nicht von der Bühne lassen. Das traf auch fast auf die „Powerbuam“ zu, die ebenfalls mächtig für Stimmung sorgten. Hin und her gerissen war die weibliche Klientel natürlich auch von den Lehmschwalbenboys. Was sind dagegen schon Backstreetboys, wenn man in Kesternich solch eine Truppe sehen kann.

Nach knapp vier Stunden gab es dann ein Heimspiel für die hauseigene Band „Die Jecken“, die keine Mühe hatten, die letzten Reserven aus den feierfreudigen Damen herauszulocken.

Bei der anschließenden Aftershowparty mit der Band „Ilex“ strömten dann auch die Männer ins Zelt, um mit den Damen ausgiebig zu feiern.

(ho)
Mehr von Aachener Nachrichten