Monschau: Caritas Beratungsstelle: Individuelle Lösungen bei Problemen

Monschau: Caritas Beratungsstelle: Individuelle Lösungen bei Problemen

Die Caritas Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche veröffentlicht ihren Jahresbericht für das vergangene Jahr. Die Beratungsstelle ist mittlerweile seit 45 Jahren in der Nordeifel beheimatet. 2013 haben die Mitarbeiter 442 Fälle bearbeitet.

Familien, Eltern und Kinder haben sich mit unterschiedlichen Schwierigkeiten im Familienleben, in Partnerschaft und Schule/Kindergarten an die Beratungsstelle gewandt. Insgesamt waren 1368 Personen direkt bei Gesprächen beteiligt. 80 Prozent der Ratsuchenden erhielten einen ersten Termin innerhalb eines Monats, mehr als zwei Drittel davon sogar innerhalb von 14 Tagen.

Die Dauer der Zusammenarbeit bei den im vergangenen Jahr beendeten Beratungen ist sehr unterschiedlich und richtet sich nach dem Bedarf der Ratsuchenden. Ein Drittel der Beratungsprozesse dauerte drei bis sechs Monate (mit unterschiedlicher Frequenz der Termine), ein Fünftel unter drei Monaten. Der Rest schwankt zwischen sechs Monaten bis zu zwei Jahren. Alleine an diesen Zahlen wird deutlich, dass jede Beratung unterschiedlich ist und sich die Zusammenarbeit nach den individuellen Bedürfnissen der Eltern und Kinder richtet.

Die Veränderungswünsche der Ratsuchenden beziehen sich auf viele Bereiche: Konfliktsituationen in der Familie oder mit Gleichaltrigen anders gestalten, anderer Umgang mit Paarproblemen, Zusammenarbeit mit Schule oder Kindergarten verbessern, Klärung von schwierigen Situationen in Fällen von Trennung und Scheidung, Überprüfen der Leistungsfähigkeit von Schülern und, und, und.

Keine Patentlösungen

Mit den Beteiligten wird dann nach Lösungswegen gesucht, die im Austausch miteinander weiterentwickelt werden. „Patentlösungen haben wir keine, aber gute Mittel, gemeinsam nach Veränderungsmöglichkeiten zu suchen“, sagt Stellenleiter Michael Leblanc. Die Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht, die Kontaktaufnahme zur Beratungsstelle erfolgt freiwillig. Kosten entstehen für die Ratsuchenden nicht, da Erziehungsberatung als gesetzlich zugesichertes Hilfeangebot aus öffentlichen Mitteln und zusätzlich aus Kirchensteuereinnahmen finanziert wird.

Im aktuellen Jahresbericht geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Einblicke in einzelne Beratungssituationen, erläutern methodische Ansätze und geben Denkanstöße zu Erziehungsphänomenen.

In Monschau arbeiten Fachkräfte aus den Bereichen Sozialpädagogik, Psychologie, Familientherapie und Kindertherapie. Die Zusammenarbeit im Team, das Einbringen unterschiedlicher Aspekte in Beratung und Therapie werden groß geschrieben. Alle MitarbeiterInnen garantieren durch ständige Fort- und Weiterbildung eine kontinuierliche Entwicklung.

Insgesamt zeigt sich, dass bei demografisch rückläufigen Kinderzahlen keineswegs die Schwierigkeiten abnehmen und damit die Nachfrage nach Beratung weniger wird. Durch gesellschaftliche Veränderungen, wie hohe Erwartungshaltungen an die Kinder, Umbau des Schulsystems, Zunahme von präkeren Finanzsituationen in Familien und häufigere psychische Erkrankung von Elternteilen entstehen immer neue Überforderungssituationen.

Viele Eltern sind verunsichert. In solchen Situationen ist das Aufsuchen der Beratungsstelle ein hilfreicher Schritt, neue Perspektiven zu entwickeln. Eltern handeln hier sehr verantwortungsbewusst und verdienen Anerkennung für diesen Schritt — mit Versagen oder Schuld hat das nichts zu tun.

Unkomplizierte Kontaktaufnahme

Daher ermutigt das Beraterteam aus Monschau: Wer in Gesprächen Veränderungsideen für familiäres Zusammenleben entwickeln möchte und/oder spezielle Fragen zur Erziehung hat, kann sich unkompliziert melden (Telefon 02472/ 804515). Der vollständige Bericht ist unter www.eb-monschau.de einsehbar.