Caritas-Beratungsstelle in Monschau zieht Bilanz für 2018

Jahresbericht 2018 : Caritas-Beratungsstelle in Monschau zieht Bilanz

Im letzten Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Städteregion legte die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Monschau ihren 40. Jahresbericht vor. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 1406 Menschen in 412 Fällen beraten.

Das waren Eltern, Kinder, Jugendliche – entweder einzeln, Elternpaare oder auch ganze Familien. Darüber hinaus fanden Fachleute aus den Bereichen Erziehung, Bildung und Jugendhilfe Unterstützung in Fragen der Zusammenarbeit mit ihren Schützlingen.

Dabei gelten für alle die Prinzipien der Beratungsarbeit: Verschwiegenheit, Freiwilligkeit und Kostenfreiheit. Finanziert wird die Beratung durch Mittel der Kommunen, des Landes NRW und durch Kirchensteuern, die die Caritas dafür vom Bistum Aachen erhält.

Die Beratungsthemen sind vielfältig: Fragen zur kindlichen Entwicklung, Streitigkeiten innerhalb der Familie, Notsituationen wie Krankheit und Tod, veränderte Familienkonstellationen (alleinerziehend, Stieffamiliensituation), Schulprobleme, Paarstreitigkeiten, kindliche Sexualität und mehr. Nach einer Anmeldung in der Beratungsstelle konnte in den allermeisten Fällen (92 Prozent) innerhalb von einem Monat ein erster Beratungstermin angeboten werden; bei akuten Krisen ist eine schnellere Intervention möglich. Ob ein Gespräch ausreichend ist oder ob regelmäßig Beratung in wöchentlichen oder größeren Abständen stattfindet, entscheiden Klienten und BeraterIn im Erstgespräch gemeinsam.

Wer bei den Terminen mit einbezogen wird, ist in den einzelnen Fällen sehr unterschiedlich. Die in der Beratungsstelle beschäftigten Sozialpädagogen, Psychologen und Therapeuten mit verschiedenen Zusatzqualifikationen bringen ihr Fachwissen ein und können als familiär Außenstehende eine besondere Position einnehmen. So lassen sich neue Sichtweisen erarbeiten und gemeinsam Lösungswege für die ratsuchenden Menschen entwickeln. „An uns können sich Eltern, Kinder und Fachleute mit allen möglichen Fragen um Erziehung und Familie wenden – auch scheinbar kleine Anliegen haben eine Berechtigung“, so Michael Leblanc, Leiter der Beratungsstelle. Wer Hilfe in Anspruch nimmt zeigt sich verantwortungsvoll und kompetent.

Durch Austausch im Team und fortlaufende Fort- und Weiterbildungen kann ein hohes Maß an professioneller Unterstützung gewährleistet werden. Neben Beratung und Psychodiagnostik gibt es Angebote von Kindertherapie und themenspezifischen Kindergruppen.

Eine Gruppe von Kindern, bei denen ein Elternteil an einer psychischen Erkrankung leidet, konnte mit finanzieller Unterstützung durch Spender und unter Beteiligung einer Kunstpädagogin durchgeführt werden. Ein Fahrdienst wurde ebenfalls eingerichtet. Die Kinder lernen, die Krankheiten zu verstehen, ihre eigenen Stärken auszubauen und dadurch besser mit der schwierigen Situation umgehen zu können. In circa 19 Prozent der angemeldeten Familien gibt es mindestens ein Elternteil, das an einer psychischen Erkrankung leidet.

Die Beratung von Grundschulkindern in verschiedenen Schulen in Monschau und Simmerath wurde ebenfalls gut angenommen. Als „kompetente Ratsuchende“ lernen die jungen Klienten, dass Hilfe zur Selbsthilfe eine ganz normale Möglichkeit der Unterstützung darstellt.

Eltern, Kinder und Jugendliche, die Rat und Unterstützung benötigen, können sich gerne in der Beratungsstelle melden, persönlich, telefonisch oder per E-Mail/ Internet: Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Monschau, Laufenstraße 22, Monschau, Tel. 02472/804515, Fax: 02472/804757, E-Mail: eb-monschau@mercur.caritas-ac.de, Internetseite: www.eb-monschau.de.

Mehr von Aachener Nachrichten