Einruhr: Bundesstraße 266: Geröll gefährdet Straßenverkehr

Einruhr: Bundesstraße 266: Geröll gefährdet Straßenverkehr

Rund 100 Tonnen Geröll sind an der steilen Böschung an der Bundesstraße 266 kurz vor Einruhr bereits herunter gekommen, und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es noch mehr wird. Der Gefahrenbereich dehnt sich weiter aus. Rund 40 Meter über der Straße sind weitere Schäden entstanden.

„Dafür hat der Starkregen in den vergangenen Wochen gesorgt“, sagt Arnd Meyer als zuständiger Projektleiter des Landesbetriebes Straßen.NRW.

Gemeinsam mit Geologen hat er vergangene Woche beraten, wie auf die neue Situation zu reagieren ist. „Klar war, dass umgehend etwas geschehen muss“, sagt Meyer. Deshalb hat der Landesbetrieb an dieser Stelle nun zur Sicherung des Straßenverkehrs auf der Bundesstraße 266 eine zweite Betonschutzwand aufgestellt. Wie Dämme sollen die beiden Betonwände Stein und Geröll auffangen und von der Straße fernhalten.

Aufgrund dieser Sicherungsmaßnahme ist die Straße nun halbseitig gesperrt, und eine Baustellenampel führt den Verkehr an der Gefahrenstelle vorbei. „So konnten wir wenigstens die Vollsperrung dieser Strecke verhindern“, erklärt Meyer.

Um die Gefahrenstelle zu entschärfen müssen in der Böschung zahlreiche Bäume gefällt werden, die bereits abgeknickt sind, umzustürzen drohen, oder die mit ihren Wurzeln den Boden auflockern. Noch in dieser Woche soll eine Zuwegung geschaffen werden, um mit Maschinen von oben an die Böschung zu gelangen.

Dazu wird ein Waldweg ertüchtigt und ein zusätzlicher Weg über eine Wiese angelegt. Die Bäume werden dann mit Rückgeräten und Seilwinden nach oben aus dem Hang herausgezogen, in einem Häcksler verarbeitet und anschließend mit Lkw abtransportiert. „Wahrscheinlich landen sie dann in einem Heizkraftwerk“, sagt Meyer.

Wenn die Bäume gerodet sind, werden Haken mit einer Länge von bis zu sechs Metern in den Fels getrieben und mit Zementleim verpresst. „Das kann man sich vorstellen wie beim Dübeln zu hause“, erklärt Meyer. Anschließend wird daran ein Drahtnetz befestigt und die Böschung auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern gesichert.

Die Dauer der Sicherungsmaßnahme ist noch nicht absehbar. „Wir hoffen, dass es keine weiteren Überraschungen gibt. Gut wäre es jedenfalls, wenn es in der nächsten Zeit nicht mehr stark regnet“, sagt Meyer.

(ag)