Rollesbroich: Bürger diskutieren Zukunft: Neue Ideen für Rollesbroich

Rollesbroich : Bürger diskutieren Zukunft: Neue Ideen für Rollesbroich

Achim Zumbrägel, Vorsitzender des Rollesbroicher TPK, „outete“ sich am Mittwochabend im Pfarrheim vor großem Publikum, als er einräumte, kein Ur-Rollesbroicher und gelegentlich mit seinen Musikern mitverantwortlich für die Lautstärke im Dorf zu sein.

Seine humoristische Einlage auf der Infoveranstaltung des CDU-Ortsverbandes zur künftigen Entwicklung des Ortes tat der Seriosität beim dortigen Meinungsaustausch jedoch keinen Abbruch. 42 Dorfbewohner brachten an diesem Abend ihre Ideen und Wünsche dazu ein, was im Ort geändert und verbessert werden sollte.

CDU-Vorsitzender Rolf Marx hatte zu Beginn betont, dass man diesen Abend nicht in Konkurrenz zur Tätigkeit des Ortskartells sehe und „das Ganze auch ohne Parteigezänke“ erfolgen soll. Dafür hatte man mit Schiedsmann Michael Kleine einen guten Moderator gefunden, der die anwesenden Ratsvertreter auch gleich bat, bei der Diskussion zunächst einmal zuzuhören und zu schweigen. Kleine stieg zunächst in ein locker geführtes Gespräch mit Ute Weishaupt, Achim Zumbrägel und Erich Wilden ein, um deren Wünsche und Anregungen zu erfahren.

Über 20 Vorschläge

Dabei monierte Wilden als Ur-Rollesbroicher die Zunahme des Lärms durch den gestiegenen Verkehr, Weishaupt bemängelte den Standort des Glascontainers und Zumbrägel sprach sich für einen Geldautomaten im Ort aus. Hiernach erfolgten aus der Versammlung heraus über 20 Vorschläge, was im Dorf verändert werden sollte. Von der besseren Pflege der Fußwege, Gräben und des Friedhofes, über einen gewünschten Spielplatz und einer Naturwiese an der Kirche bis hin zu neuen Fenstern in der alten Schule war alles dabei.

Alle Vorschläge und Anregungen wurden auf einer Pinnwand notiert, auf die am Ende die Anwesenden „punkten“ konnten. Beim Thema „Altersgerechte Gestaltung des Dorfes“ klebten am Ende die meisten Punkte (16). Knapp dahinter (15) landeten eine Analyse zu einem Dorfladen, die Lärmbelästigung durch den gestiegenen Verkehr und ein herbeigesehnter Geldautomat. Hierzu merkte Ortsvorsteher Marc Topp an, dass seine Bemühungen bei der Sparkasse bisher auf Ablehnung gestoßen seien. Aus der Versammlung heraus wurde der Wunsch geäußert, sich mit einem anderen Geldinstitut in Verbindung zu setzen.

Zu den Topthemen des Abends fand Michael Kleine schließlich ohne Schwierigkeiten Personen, die sich in den nächsten Monaten mit diesen Themen eingehender beschäftigen wollen. Im Herbst will man sich laut Rolf Marx dann erneut im Pfarrheim treffen, um Bilanz zu ziehen und weitere Themen anzupacken, die das Dorf bewegen.

(ho)