Heimbach: Brüder verunglücken nacheinander auf der Landesstraße 15

Heimbach : Brüder verunglücken nacheinander auf der Landesstraße 15

Zwei Brüder sind am Sonntag unabhängig voneinander bei zwei Unfällen auf der Landesstraße 15 nahe der Rurtalsperre Schwammenauel schwer verletzt worden. Beide waren mit Zweirädern unterwegs.

Wie die Polizei mitteilt, verunglückte um 13.30 Uhr zunächst der ältere der beiden in Hürth wohnhaften Brüder. Er war mit seinem Motorrad von der Rurtalsperre kommend in Richtung Kermeter (Gemünd) auf der Landesstraße 15 unterwegs.

Als der 17-Jährige kurz vor Erreichen der Rurtalsperre die Zufahrt eines Ferienressorts passieren wollte, kam es zum Zusammenstoß mit dem Auto eines 26-jährigen Niederländers. Foto: psm

In einer Linkskurve - innerhalb eines auf 50 Kilometer pro Stunde reduzierten Streckenabschnitts - geriet der junge Fahrer, laut Polizei vermutlich aufgrund von zu hoher Geschwindigkeit, nach rechts von der Fahrbahn ab. Beim Überfahren eines kleinen Hügels stürzte er und kam samt seiner Maschine erst nach rund 30 Metern im Wald zum Liegen.

Nachdem er dort geborgen worden war, transportierte ein zuvor auf der Staumauer gelandeter Rettungshubschrauber den 19-Jährigen in ein Krankenhaus.

Jüngerer Bruder verunglückt nur zwei Kilometer entfernt

Besonders tragisch wurde es dann, als der zwei Jahre jüngere Bruder nur rund 20 Minuten später und knapp zwei Kilometer entfernt ebenfalls verunglückte. Der 17-Jährige war mit seinem Leichtkraftrad auf derselben Straße unterwegs, allerdings aus Richtung Kermeter kommend.

Als er kurz vor Erreichen der Rurtalsperre die Zufahrt eines Ferienressorts passieren wollte, kam es zum Zusammenstoß mit dem Auto eines 26-jährigen Niederländers. Dieser hatte die Zufahrt des Parks verlassen und war nach links auf die L15 abgebogen, als es zur Kollision kam. Der Jugendliche musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Wie er selbst noch vor dem Abtransport einräumte, war er beim Durchfahren der ausgeschilderten 50-km/h-Zone deutlich zu schnell gewesen. Wie die Polizei betont, hätte natürlich auch der Autofahrer die Vorfahrt des Motorradfahrers beachten müssen. Auch die Beifahrerin im Auto, eine 31-Jährige, wurde verletzt. Beide Fahrzeuge waren anschließend nicht mehr fahrbereit. Der Schaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt.

(red/pol)