Imgenbroich: Brücke im Grünental: Engpass ist von längerer Dauer

Imgenbroich: Brücke im Grünental: Engpass ist von längerer Dauer

Etwa 20 rot-weiß-gestreifte Warnbaken bringen seit rund fünf Woche Farbe ins Grünental. Auf der der dortigen Brücke über die Rur sorgen die Baken für eine Verengung und dafür, dass hier der Verkehr nur einseitig fließen kann.

An diese Situation auf der Kreisstraße 21 zwischen Imgenbroich und Hammer bzw. Widdau müssen sich die Autofahrer bis auf Weiteres gewöhnen.

Eine Baustelle von längerer Dauer ist in Sicht. Noch aber ist überhaupt keine Baustelle eingerichtet, und die Autofahrer wie auch Imgenbroichs Ortsvorsteher Bernd Neuß („Mich löchern die Bürger”) fühlten sich schlecht informiert über den tieferen Sinn des zwangsweise herbeigeführten Engpasses.

Kein Sicherheitsrisiko eingehen

Herr des Verfahrens ist hier die Städteregion Aachen, die sich gezwungen sieht, die Sanierung der Rurbrücke in Angriff zu nehmen, nachdem Ende März bei der turnusmäßig stattfindenden Brücken-Hauptprüfung eine Reihe von Schäden aufgelistet wurde.

Im Prüfbericht war vom Verlust der Tragfähigkeit die Rede, sodass als Sofortmaßnahme verfügt worden sei, den Verkehr nur noch einstreifig über die Brücke zu führen, „um die Spitzenlasten zu halbieren”, berichtet Holger Benend von der Pressestelle der Städteregion. Zwar sei keine unmittelbare Gefahr erkennbar, aber man wolle „kein Sicherheitsrisiko eingehen”. Die Verkehehrsbehinderungen sieht man bei maximal 1000 Fahrzeugen pro Tag als zumutbar an.

Nun ist der Brückengutachter am Zuge, der in den nächsten Wochen einen Sanierungsvorschlag unterbreiten wird. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte wohl ein Neubau der Brücke, die zuvor bereits für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt worden war, in Betracht gezogen werden. In diesem Falle würde die einstreifige Verkehrsführung auch noch über den Winter hinaus andauern. Die Warnbaken sollen aber dann durch eine dauerhafte Übergangslösung ersetzt werden.

Im Zusammenhang mit der Brückensanierung tritt auch die Problematik des Rurufer-Radweges auf den Plan, der ebenfalls über die Brücke führt. Da sich außerdem eine Lösung abzeichnet, wonach der Radweg demnächst wegen einer Veränderung der Grundstücksverhältnisse wieder am Haus Grünental vorbeigeführt werden kann, statt über den für Radffahrer unzumutbaren Umweg über die K 21, soll auch dieser Punkt im Zuge der Baumaßnahme entsprechend berücksichtigt werden.

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