Simmerath/Strauch: BMV Strauch glänzt beim Frühjahrskonzert

Simmerath/Strauch : BMV Strauch glänzt beim Frühjahrskonzert

Lernen konnte man auch am Samstagabend in der Simmerather Sekundarschule — auch wenn kein Unterricht stattfand und die Osterferien begonnen haben. Der Grund war ein anderer: Die Musiker der BMV-Strauch zeigten beim alljährlichen Frühjahrskonzert den Zuhörern, dass die intensive Vorbereitung auf den Jahreshöhepunkt sich gelohnt hat und nun Früchte trug.

Unterstützt wurden die Musiker der BMV durch den Chor Maranatha aus der GdG Monschau. „Wenn das Frühjahr in die Pötte kommt, heißt das, dass auch wieder das traditionelle Konzert der BMV-Strauch auf dem Programm steht“, sagte Ottmar Braun, der 1. Vorsitzende der BMV. „Wir haben ein tolles Programm erarbeitet, und jeder einzelne Musiker hat über 100 Stunden für das Konzert geprobt“, erläuterte Braun.

Der Nachwuchs beginnt

Den Jüngsten der BMV war es vorbehalten, das 46. Frühjahrskonzert in der mit rund 350 Gästen prall gefüllten Aula der Sekundarschule Simmerath zu eröffnen. Das Jugendorchester überzeugte mit vier Stücken und wurde teilweise von rhythmischem Klatschen begleitet. So ließen die ersten Zugabe-Rufe nicht lange auf sich warten, die die kleinen Musiker mit Vergnügen spielten. Passend zum bald anstehenden Fest gab es große Schokoladen-Ostereier als Belohnung.

Dann wurde es eng auf der Bühne, als die komplette BMV-Mannschaft mit aktuell insgesamt 42 aktiven Musikern die Bühne betrat. Zum Auftakt boten die Musiker das Stück „Adventure“ vom Lehrer und Komponisten Markus Götz dar. Diese fiktive Filmmusik war geprägt von einer Mischung aus kraftvollen, impulsiven Tönen auf der einen Seite sowie ruhigen Passagen auf der anderen Seite.

Die Stücke „Von Freund zu Freund“ sowie die „Queen’s Park Melody“ überzeugten mit abwechslungsreichen Klängen, bevor mit der „Toccata for Band“ von Frank Erickson ein Klassiker im neuen Gewand folgte. Ein Highlight war das Stück „The Magic of Boney M.“, ein Medley aus bekannten Songs der Erfolgsband aus den 1970ern. Daniela Breuer kündigte die einzelnen Vorträge an und gab dazu interessante Informationen.

Nach dem ersten Teil der BMV betrat der Chor Maranatha als Gastverein die Bühne. Unter der Leitung von Dirigent Ralf Dederichs präsentierte der Chor, der rund 40 Mitglieder zählt und einmal wöchentlich im Imgenbroicher Pfarrheim probt, sein breitgefächertes Repertoire. Insgesamt neun Lieder präsentierte der Chor in seinem rund halbstündigen Auftritt.

Dabei waren unterschiedlichste Werke wie „So lang man Träume noch leben kann“ von der Münchener Freiheit, aber auch englischsprachige Songs wie „Fields of Gold“ von Sting oder „Behold how good“ von John Michael Trotta. Dirigent und Chor animierten die Gäste während mancher Passagen zum Mitsingen, was diese auch prompt umsetzten.

Bereits zum fünften Mal unter der Leitung von Dirigent Sander Hendrix startete die BMV schwungvoll in den zweiten Teil des Konzertes. Dieser war geprägt von Filmklassikern und schwungvollen Stücken. „Ein Schwerpunkt unseres diesjährigen Konzertes wird auf den 1970er Jahren liegen, einem der schönsten und prägendsten Jahrzehnte für die Musik“, hatte Braun bereits vor dem Beginn des Konzertes verraten. Ein Medley aus James Bond 007, unter anderem mit der berühmten Filmmusik von „Goldfinger“ mit Sean Connery als Hauptdarsteller, war ohne Zweifel ein Highlight des Konzertes.

Eine Mischung mehrerer Stücke des US-Amerikanischen Sängers, Pianisten und Songwriters Billy Joel ging vielen Gästen spürbar unter die Haut. Joel ist mit deutlich über 80 Millionen verkauften Alben einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Künstler in den USA. Das Medley war eine Mischung aus gefühlvollen Passagen und schwungvollen Rhythmen.

Es folgte das volksmusikalische Stück „Immer gut drauf“ von Roland Kohler, das die Gäste zum Mitklatschen animierte. Die schnelle Katharinen-Polka von Kurt Gäble erforderte höchste Konzentration der Musiker und kam beim Publikum gut an. Zum regulären Abschluss des gut zweieinhalbstündigen Konzerts gab es noch das Lied „Erinnerung an Trient“ von Julius Fucik.

Afrikanischer Abschluss

Schluss war danach jedoch noch lange nicht, denn zunächst folgte noch eine gemeinsame Zugabe von BMV und Chor. Hier tönten fröhliche afrikanische Klänge durch die Sekundarschul-Aula. Das Konzert endete mit einer letzten Zugabe, die erneut aus Passagen von James-Bond Klassikern bestand. Nach großem Applaus für die darbietenden Musiker gab es für die beiden Dirigenten noch reichlich Blumen.

„Es war eine große Freude, ein tolles Erlebnis und hat sehr viel Spaß gemacht“, zog Ottmar Braun unmittelbar nach dem Konzert ein positives Fazit. Alle Gäste lud er im Anschluss noch zur After-Show-Party ein. Bei Getränken und einigen kulinarischen Kleinigkeiten, die die Musiker zubereitet hatten, konnten die Gäste das Konzert nochmals Revue passieren lassen und ihre Anerkennung durch eine Spende zum Ausdruck bringen.

(maxs)
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