Nordeifel: Blutspenden: Zwei Vorbilder „an der Nadel”

Nordeifel: Blutspenden: Zwei Vorbilder „an der Nadel”

In ihrem Heimatort Steckenborn organisiert das Rote Kreuz keine Blutspendetermine, deshalb ist Anna Jung seit Jahrzehnten eine „Wechselwählerin”.

Meist wählt sie Simmerath zum Ort des Aderlasses; bei ihrem Einzug in die „ewige” Rekordliste der freiwilligen Plasmageber allerdings besuchte sie den quartalsweise ausrichtenden Eicherscheider DRK-Ortsverein im Pfarrheim.

Hier wurde Anna Jung Freitag Abend zur hundertfachen Jubiläumsspenderin. Wann und wo die 68-jährige gebürtige Konzenerin, seit 45 Jahren in Steckenborn zu Hause, ihre Premiere zum Allgemeinwohl beging, vermag sie beim besten Willen nicht zu sagen.

Bereut hat sie ihr gemeinnütziges Handeln freilich noch keinen Tag: „Ich hoffe, noch bis 72 aktiv zu sein.”

Spontaner Entschluss

Der rechte Ansporn für Svenja Rehahn. Die jetzt 19-Jährige aus dem niedersächsischen Stade befindet sich derzeit auf Eifelurlaub, da dachte sie nicht nur an Ferienfreuden, sondern auch an potentiell bedürftige Empfänger ihres kostbaren (Über-)Lebenselixiers. Ihre Erstspende lieferte Svenja 2008 in der Schwedenstadt an der Elbe ab, dann ging sie für ein Jahr zum Sprach- und Arbeitsaufenthalt nach Irland.

In der Nordeifel fasste sie jetzt spontan den Entschluss, Anna Jung nachzueifern und fortan regelmässig ihren laut Dichterwort „ganz besonderen Saft” zum Wohle ihrer Nächsten zu opfern. Zum Herbstsemester wird die junge Frau ein Studium in Norddeutschland aufnehmen, „ab dann möchte ich Dauerspenderin werden”.

Beim DRK wird man dies gerne hören, ist doch das Spendenaufkommen leider stark rückläufig.

Stark rückläufig

Auch in Eicherscheid konnte man am Freitag nicht das gewohnt gute Spenderaufkommen verzeichnen - zum einen bedingt durch die Urlaubszeit, zum anderen aber auch durch die leider rückläufige Bereitschaft der Menschen, auf diese Weise Leben zu retten.

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