Monschau: Blumenkübel sollen Gebäude in Monschauer Altstadt schützen

Monschau : Blumenkübel sollen Gebäude in Monschauer Altstadt schützen

Sie sind teilweise mitten auf den Gehwegen platziert, Passanten müssen ihnen ausweichen, wenn sie durch die schmalen Straßen der Monschauer Altstadt schlendern. Die Rede ist von den metallenen Blumenkübeln mit dem Logo der Altstadt, die den historischen Stadtkern verschönern sollen. Was nicht jeder weiß: Es hat einen guten Grund, warum die Kübel an den Stellen drapiert worden sind, wo sie sind.

„Die Pflanzkübel stellen kein Hindernis dar, sondern sind ganz bewusst an mehreren Stellen gesetzt worden, um die Gebäude zu schützen“, erklärt Margareta Ritter, Bürgermeisterin der Stadt Monschau. Neben der Verschönerung der Straßen, bräuchten vor allem die Gebäude Schutz vor Lieferwagen oder größeren Lastwagen, die Ware anlieferten sowie vor anderen Fahrzeugen.

Ein gutes Beispiel dafür für eine solche Schutzmaßnahme ist der Blumenkübel neben dem denkmalgeschützen Haus an der Rurstraße 12. Ein paar Meter darüber hängt eine große Laterne an der Hauswand, die in die Straße hineinragt. „Hier schützen wir auch die Lampe“, sagt Ritter. Schon oft seien Lkw gegen die Laterne gefahren, erzählt auch ein Anwohner. Damit das nicht mehr passiere, habe man, laut Ritter, hier ganz bewusst den Blumenkübel hingestellt, der zusätzlich auch das Bild der Altstadt verschönere.

„Wenn man aufgrund der Kübel auf die Straße ausweichen muss, ist das überhaupt kein Problem. In der ganzen Altstadt haben wir verkehrsberuhigte Straßen. Die Fahrbahn ist also der Gehweg für Besucher und Anwohner“, sagt Ritter. „Hier haben Fahrzeuge immer Rücksicht zu nehmen und die Fußgänger dürfen über die Straße gehen.“ Ein weiteres Beispiel sei auch der Hochzeitsbaum am Haus Troistorff. Dieser werde ebenfalls von Kübeln geschützt, allerdings noch von älteren Exemplaren und nicht von den neuen, massiven Blumentöpfen.

Zusammen mit dem Land NRW hatte die Stadt Monschau einen Verfügungsfonds eingerichtet, um damit Maßnahmen zur Aufwertung der Altstadt zu ergreifen. Mit Hilfe dieses Fonds wurden im Jahr 2017 von der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Monschau etwa 130 Blumenkästen und -kübel aus Metall für rund 21 000 Euro angeschafft, die jetzt also nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch die Gebäude schützen.

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