Eifel: „Bin sehr traurig“: Kevin Breuer beendet Karriere mit 22

Eifel: „Bin sehr traurig“: Kevin Breuer beendet Karriere mit 22

Für viele beginnt die Fußball-Karriere mit 22 Jahren erst so richtig. Für Kevin Breuer ist sie bereits beendet: Der Spielertrainer von Hertha Strauch zog sich am zweiten Spieltag der C-Liga, Staffel 4, den dritten Kreuzbandriss im linken Knie zu.

Einen Tag nach ihrem 22. Geburtstag haben Sie sich zum dritten Mal das Kreuzband gerissen — was bedeutet das für Sie?

Breuer: Erst einmal bin ich natürlich sehr, sehr traurig. Es ist ja nicht nur der Kreuzbandriss, er bedeutet auch das Ende meiner Fußballer-Zeit. Ich musste es meinen Freunden und meiner Familie versprechen. Schließlich will ich ja mein Sportstudium noch beenden.

Ist das möglich mit dem Knie?

Breuer: Ich studiere im 3. Semester auf Lehramt. Jetzt werde ich mich erst einmal stärker der Biologie, meinem zweiten Fach, widmen. Und ich kann natürlich Schwerpunkte auf Sportarten setzen, die weniger belastend sind, wie etwa Schwimmen.

Sie hatten mit 16 Jahren Ihren ersten Kreuzbandriss, 2011 den zweiten — immer im linken Bein. Haben Sie zu spät aufgehört?

Breuer: Genau aus dem Grund hatte ich mich entschieden, beim TV Konzen als Spieler aufzuhören und als Spielertrainer für Strauch zu arbeiten. Dann hat im ersten Spiel einer gefehlt, ich habe ausgeholfen. Es hat problemlos geklappt, und damit hatte ich wieder Blut geleckt. Ich bin im nächsten Spiel wieder aufgelaufen — und dann ist es passiert.

Werden Sie jetzt mit dem Fußball komplett aufhören?

Breuer: Nein, ich werde weiter als Trainer in Strauch arbeiten. Ich hab‘ schon wieder eine Trainingseinheit geleitet.

(bsc)
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