Bildungszugabe der Städteregion Aachen ist ein Erfolgsmodell

Bildungszugabe bleibt ein Erfolgsmodell : Lernen abseits der Schulbank in der Eifel

Die Bildungszugabe der Städteregion Aachen ist ein echtes Erfolgsmodell. Insgesamt 1.667 Kinder und Jugendliche aus 23 Bildungseinrichtungen in Monschau, Roetgen und Simmerath profitierten 2018 von und an außerschulischen Lernorten, die durch die Städteregion finanziert werden.

Knapp vier Wochen noch, dann ist das Schuljahr 2018/2019 Geschichte, und es wird Bilanz gezogen. Lernerfolge und den Spaß am Lernen wird man dann aber nicht nur auf den Zeugnissen sehen, sondern sind auch an Zahlen abzulesen, die nun die Städteregion im Rahmen ihrer Bildungszugabe vorlegte. Diese beziehen sich zwar auf das Kalenderjahr 2018 und umfassen noch nicht das noch laufende zweite Halbjahr 18/19, stellen aber deutlich die Bedeutung des Bildungsprojekts heraus, das auch im neuen Schuljahr fortgesetzt wird.

15 Kitas (503 Kinder), fünf Grundschulen (976 Kinder), zwei weiterführende Schulen (111 Kinder und Jugendliche) und 77 Kinder einer Förderschule kamen in den Genuss der Bildungszugabe, die als freiwillige Leistung der Städteregion Aachen spürbar zur Profilierung der Bildungsregion Aachen beigetragen hat.

Dazu kamen auch 2018 weitere Angebote und Sonderaktionen, die ebenfalls durch die Bildungszugabe ermöglicht werden. Äußerst beliebt sind vor allem Theater-Gastspiele an den Schulen und Kitas der Nordeifel. So hat die Bildungszugabe allein 1199 Kindern aus sechs Kindertagesstätten und vier Grundschulen in Monschau, Roetgen und Simmerath einen Besuch des „Das Da“–Kindertheaters ermöglicht. „Ein Teil dieser Besuche wird über Drittmittel finanziert. Daher sind die hierzu erhobenen Daten nicht in der zur Bildungszugabe erstellten Statistik enthalten“, erläutert Städteregionssprecherin Barbara van Rey. Das gilt auch für die Vorstellungen des jungen Grenzlandtheaters „Greta“ und die damit verbundenen pädagogischen Begleitangebote, die 846 Kinder und Jugendliche aus vier Schulen in Simmerath und Monschau besuchten. Finanziert wird auch dieser Teil der Bildungszugabe über Drittmittel.

Alleine 1200 Kindern aus Monschau, Roetgen und Simmerath hat die Bildungszugabe 2018 einen Besuch der Aufführungen des „DasDa“-Theaters Aachen ermöglicht. Sechs Kitas und vier Grundschulen machten von dem Angebot Gebrauch. Foto: Heiner Schepp

Bildungszugabe heißt aber nicht nur Theater. Am CHIO-Kindertag 2018 nahmen 124 Kinder und Jugendliche aus zwei Offenen Ganztagsgrundschulen und einer Jugendeinrichtung teil.

Finanziert wurde über die Bildungszugabe auch, dass die Finalspiele der Städteregionsmeisterschaft in den Wettkampfklassen I bis IV der weiterführenden Schulen und mehrerer Grundschulvorrundenturniere wieder auf dem Tivoli stattfinden konnten. Das Highlight war hier wie im letzten Jahr die Städteregionsmeisterschaft der Grundschulen: Einmal auf dem Tivoli Fußball spielen – dieser Traum ging für viele Kinder aus der Städteregion Aachen in Erfüllung. Mädchen– und Jungenmannschaften kämpften um den Titel „Städteregionsmeister im Fußball“. Bei diesem Turnier waren auch drei Eifeler Grundschulen mit von der Partie: bei den Jungen die KGS Simmerath, die auch den zweiten Platz belegte, bei den Mädchen-Teams die Grundschulen Imgenbroich/Konzen und Simmerath.

Weitere Sonderaktionen wie das Festival „Auf dem Sprung – junger Tanz im Dialog“ oder das Monschau Festival wurden ebenfalls von vielen Schulen und Kitas angenommen. „Als finanzielles Unterstützungsinstrument ermöglicht die Bildungszugabe Kindertagesstätten und Schulen, außerschulische Lernorte zu den Themen ‚Kunst und Kultur’, ‚Sport’ sowie ‚MINT’ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) und ‚Nachhaltigkeit’ zu besuchen – und das unabhängig vom Geldbeutel der Eltern oder der Einrichtung. Jede Kindertagesstätte und Schule kann die Bildungszugabe beantragen“, betonte die Städteregion in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Diese Aufforderung richtet sich auch diesmal in der Schlussphase des Schuljahrs an alle Schulen und Kindergärten in der Eifel: „Der neue Katalog mit den Angeboten zur Bildungszugabe ist derzeit in Arbeit. Die Kitas und Schulen können die Bildungszugabe auch 2019 vor den Sommerferien beantragen und werden vom Bildungsbüro benachrichtigt“, so Barbara van Rey.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Bildungseinrichtungen in der Nordeifel reichlich vom Angebot der Bildungszugabe Gebrauch machen. Denn – dies wurde im Jugendhilfeausschuss kritisch angemerkt – längst nicht alle Mittel dieser Bildungsteilhabe wurden im vergangenen Jahr städteregionsweit abgerufen.

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