Konzen: Bienenparadies im heckenumsäumten Garten

Konzen : Bienenparadies im heckenumsäumten Garten

Eine kleine Astschere trägt Alfred Isaac immer bei sich. Wie beiläufig stutzt er hier und da die strauchartigen Apfelbäume, die den Weg von der Straße hin zum Hauseingang säumen. Gute zwei Meter hoch werden die Apfelsträucher maximal, dabei tragen sie dicke Früchte.

„Die Idee, Apfelbäume derart in den Garten zu setzen, sah ich in Südtirol“, sagt der 77-Jährige. Der Kfz-Meister und seine Ursula fanden Gefallen an dem Gedanken, Obstbäume im Garten zu beherbergen, die dem Haus kein Licht wegnehmen.

Eine große Buchenhecke umfriedet den Hauptgartenteil der Isaacs. Foto: G. Klinkhammer

Weiter kommt der Umstand hinzu, dass Alfred Isaac nebenbei auch noch als Imker unterwegs ist. Mehreren Bienenvölkern gibt es in seinem Garten ein fantastisches Zuhause. So steht alles, was blüht, den Insekten und Vögeln zur Verfügung. Bunte Blumen recken an vielen Stellen im Hektar großen Garten ihre Kelche über den ganzen Sommer in den Himmel.

Die Bienenstöcke stehen im Garten wie selbstverständlich an verschiedenen Stellen. Foto: G. Klinkhammer

Im Frühjahr blühen die Obstbäume, dazu zählen auch Wildapfel und Pflaume, dazu gesellen sich im Herbst Astern und Schmuck-Disteln. Das Samenkorn, aus dem eine der Schmuckdisteln gezogen wurde, stammt aus dem Lampertstal bei Alendorf (Gemeinde Blankenheim).

Wasserschalen für die Tiere

Alfred Isaac: „Wir haben festgestellt, dass wir hier in einer besonders warmen Ecke von Konzen leben, das wussten schon unsere Väter.“ Und das zahlt sich aus. Allerdings müssen die Bienenvölker stets mit Wasser versorgt werden, um leben und arbeiten zu können. Flache Schalen, in die rund zehn Liter Wasser hinein passen, stellt der Gartenliebhaber auf. Auf der Wasseroberfläche schwimmen Korken. Darauf können sich die Insekten niederlassen und trinken. Alfred Isaac: „Auf diese Weise ertrinken die Insekten aber eben nicht.“ Jeden Tag gießt Alfred Isaac eine Zehn-Liter-Kanne Wasser in die Schalen.

Schmunzeln muss er über einen alten Baumstamm, der mannshoch und mausetot im Garten herum steht, allerdings dermaßen von Efeu umrankt wird, so dass er nicht umkippt. Den ganzen Garten umgibt eine Buchenhecke. Alfred Isaac: „Ich muss den Garten schützen, etwa vor den kalten Winden aus östlicher Richtung im Frühling, sonst ist die ganze Arbeit umsonst.“

Die Äpfel, darunter ein Spalierapfel, und die Aronia-Beere, die auf einem fremden Stamm veredelt wurde, erhalten automatisch eine ganz besondere Aufmerksamkeit aufgrund ihrer prominenten Hauseingangslage. Quasi rund um die Uhr haben die Gartenbesitzer ein Auge auf den Zustand der strauchartigen Bäume und auf deren Früchte.

Eine Apfelsorte erntete Alfred Isaac bereits ab, bevor Ameisen und Wespen sich an dem feinen Fruchtfleisch in zarter Schale zu schaffen machen. Andere Apfelsorten hängen noch an den Baumsträuchern, sie müssen noch reifen, ihre Schalen werden härter werden als es die Schalen der frühen Sorten sind.

Fast schwarze Brombeeren und ebenso schwarze Tomaten fallen im Gewächshaus ins Auge. Fallen sie in den Mund, sind diese Früchte ebenso wie der sämig-cremige Honig, der im Garten Isaac produziert wird, einfach nur köstlich.