Nordeifel: BI „Rettet den Rursee“ will Gespräch mit dem Gemeinderat

Nordeifel: BI „Rettet den Rursee“ will Gespräch mit dem Gemeinderat

Die Bürgerinitiative Rettet den Rursee glaubt, nachdem Trianel bereits mehrfach in Simmerath die Gelegenheit hatte, Bürger und Gemeinderat über das geplante Pumpspeicherwerk zu informieren, sollten nun auch die Gegner dieses Großprojekts zum ersten Mal vor dem Gemeinderat zu Wort kommen.

Die Bürgerinitiative möchte mit den Vertretern der Gemeinde Simmerath ins Gespräch kommen“, sagt Christoph Pranter, Sprecher der Bürgerinitiative (BI). Am 14. Februar hatte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Bürgerinitiative zu einem Meinungsaustausch eingeladen.

Die Bürgerinitiative wolle ihre Erkenntnisse aus dem internen Trianel-Projektpapier mit den Gemeinderatsmitgliedern in Simmerath diskutieren. Pranter: „Dazu ist die Bürgerinitiative nach dem Vergleich mit Trianel vor dem Landgericht Köln berechtigt.“ Man erwarte nun einen Terminvorschlag des Gemeinderates von Simmerath. Man sehe sich nicht als Gegner der Gemeinde. „Wir glauben aber, dass es Diskussionsbedarf gibt.“

Die Bürgerinitiative, betont deren Sprecher noch einmal, habe „gute Gründe, dem Vorhaben des Energiekonzerns Trianel skeptisch gegenüberzustehen“, seien doch viele der nicht beantworteten Fragen von Trianel auf einen Termin nach einer Entscheidung des Regionalrats für eine Umwidmung des Geländes verschoben worden. Trianel wolle also einen „Blankoscheck“ von Simmerath: Zuerst wolle man die Umwidmung des Geländes am Buhlert, und dann werde geklärt, ob ein Bau überhaupt Sinn mache.

„Pech“ für Trianel sei gewesen, dass kurz vor der Abstimmung im Regionalrat ein „interner Projektbericht“ aufgetaucht sei, in dem Trianel erklärt habe, das Pumpspeicherwerk nach der Genehmigung durch den Regionalrat möglicherweise nicht mehr selbst verfolgen zu wollen, sondern einem Dritten zum Kauf anzubieten. Daraufhin hat der Regionalrat bekanntlich die Entscheidung über das Pumpspeicher-Projekt vertagt.

Die Bürgerinitiative Rettet den Rursee findet, dass der bekannt gewordene Trianel-Projektbericht das Vertrauen beschädigt habe und Simmerath dazu berechtige, sich von seiner Zusage, das Vorhaben einer „wohlwollenden Prüfung“ zu unterziehen, zu verabschieden.

(P. St.)
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