Bezirksliga-Vorschau: Stolberg – Roetgen / Eicherscheid – Oidtweiler

Bezirksliga-Vorschau : Bei den Germanen läuft der Motor noch nicht rund

„Wir wollen etwas Zählbares am Ende des Spiels in den Händen halten.“ Und damit meint Germania Eicherscheids Trainer Marco Kraß nicht nur neue Erfahrungen.

Schließlich könnte man ja mit einem Sieg über die zunehmend stärker werdenden Concorden aus dem Baesweiler Stadtteil Oidtweiler ja den Tabellenführer aus Stolberg überholen. Die SG Stolberg hat mit dem FC Roetgen zeitgleich einen Gegner, der an guten Tagen jedes Team der Klasse schlagen kann.

Wird es denn auch ein guter Tag für den FC 1913 Roetgen, Philipp Dunkel? Ob Philipp Dunkel sich wohl wünscht, die nächsten 13 Auswärtsspiele ab jetzt in Serie austragen zu dürfen? Denkbar wäre das. Denn während der von ihm trainierte FC 1913 beide Heimspiele der neuen Saison in den Sand setzte, klappte es auf fremden Plätzen zweimal einwandfrei. „Wir haben die bisher beste erste Halbzeit in dieser Saison gespielt, aber leider haben wir nach der Pause dann doch stark abgebaut“, schaute der Coach der Heimniederlage gegen Lich-Steinstrass vor dem Auswärtsspiel in Stolberg noch einmal kurz hinterher.

Gegen Lich hatte sein Team nach sehr gutem Beginn „ab der 60. Minute den Faden verloren“. Die Konsequenz daraus stellte sich flugs ein. „Schlag auf Schlag fielen die Gegentore, das war echt ärgerlich“, beschrieb der Trainer seinen Gemütszustand aus den letzten 45 Minuten des vergeigten Heimspiels. Dunkel: „Wir haben darüber gesprochen und fahren jetzt, auch wenn’s sehr schwer wird, optimistisch nach Stolberg.“

Die SG und deren Trainer Oli Heinrichs „verfügen über einen hoch eingeschätzten Kader, der immerhin schon zehn Punkte aus vier Spielen geholt hat“. Diese Serie wollen die Gäste aus Roetgen natürlich gerne beenden. Zumal Dunkel gegen seinen früheren Trainer antritt und mit Oliver Heinrichs und Inde Hahn, dort spielte er zwei Jahre, seinerzeit in die Mittelrheinliga aufstieg. Am Ende wurde dann nachgeholt, was man am Anfang sehr fahrig verpasste.

Germania Eicherscheids Trainer Marco Kraß musste beim torreichen Spiel in Donnerberg lange zittern, bis er endlich den 5:4-Erfolg beim Aufsteiger bejubeln durfte. Krasse vier Gegentore handelte sich der etablierte Bezirksligist aus Eicherscheid in 45 Minuten ein und ließ ein 4:1 für den völlig umstrukturierten Gastgeber zu. „Wir waren etwas zu leichtfertig“, räumte der Trainer mit dem Abstand von einigen Tagen zum Spiel ein.

Das machten die Germanen, sie empfangen am Sonntag Concordia Oidtweiler im eigenen Stadion, dann aber nach dem Seitenwechsel in eindrucksvoller Manier wieder wett. Mit jedem Treffer mehr wuchs bei den Gästen die Lust, diese fast schon verlorene Partie noch zu drehen. „So haben wir dann doch noch das versöhnliche Ende hinbekommen“, atmete Marco Kraß hörbar auf.

Er hat auch gesehen, „wo wir jetzt die Stellschrauben ansetzen müssen um nicht wieder in einen solchen Rückstand zu geraten“. Einhergehend mit der Feststellung: „Insgesamt läuft bei uns der Motor immer noch nicht rund.“ Dennoch stehen die Germanen mit neun Zählern und einem fünften Platz derzeit sehr ansehnlich da. Die Aufgabe gegen Oidtweiler geht der Coach mit der Kraß’schen Zurückhaltung an: „Ich weiß noch nicht, was da auf uns zukommt. Concordia hat sich ja völlig neu aufgestellt.“

(mali)
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