Mützenich: Beim Trailwalk geht es um Hilfe für Yannick

Mützenich: Beim Trailwalk geht es um Hilfe für Yannick

In diesen Tagen ist oft die Rede vom „Oxfam Trailwalker” und manch eine(r) fragt sich, was das wohl ist und was dahinter steckt. Der „Oxfam Trailwalker” ist ein neues und erfolgreiches Projekt in Belgien, mittlerweile aber schon weltweit in 25 Ländern vertreten.

Diese Hilfsorganisation steht für die Solidarität unter den Menschen und hat sich die Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit zum Ziel gesetzt. Die (Spenden-)Gelder zur Erreichung dieses Ziels kommen durch Mannschaften zusammen, die am Trailwalk teilnehmen.

„Vierer-Teams wandern (walken) 100 Kilometer in maximal 30 Stunden für die Oxfam Solidarität” heißt es in einem Werbevideo. Jedes Team hat dann ein Startgeld von mindestens 1500 Euro aufzubringen. Der größte Trailwalker Europas im laufenden Jahr findet am letzten Augustwochenende rund um das Naturschutzgebiet Hohes Venn statt, wobei Start und Ziel in Eupen ist.

Auch durch Mützenich wird der Trailwalk führen: Im Schützenhaus liegt der „Checkpoint” etwa bei Kilometer 45, und auf dem Dorfplatz errichtet und betreut die Jugendabteilung des TuS Mützenich eine Station, an der dann am 28. August ab 9 Uhr, wenn die ersten Walker zu erwarten sind, reichlich fürs leibliche Wohl gesorgt sein wird.

Ab 11 Uhr unterhalten das Trommler- und Pfeiferkorps Mützenich und der Musikverein Eintracht musikalisch Sportler und die Gäste. Vor Ort sind auch das DRK und die Mannschaftsbegleitungen der Walker. Diese dürfen laut Reglement ihre Sportler nur an den „Checkpoints” verpflegen und versorgen.

Kompletter Erlös als Spende

Jugendabteilungsleiter Reiner Thomas und Jugendgeschäftsführer Karl Volpatti vom TuS hoffen natürlich auf große Resonanz am Mützenicher Dorfplatz, zumal sie sich bei dieser wohltätigen Sache auf eine gleiche Schiene begeben: der komplette Erlös der Station kommt dem herzkranken Yannick David und dessen Familie aus Höfen zu Gute.

Yannick erhielt vor wenigen Wochen ein Spenderherz und muss noch länger in einer Klinik in Bad Oeynhausen betreut werden. Damit sie sich dort um ihren Sohn kümmern kann, gab Yannicks Mutter Heike ihre Arbeit auf. Nur logisch, dass damit auch große finanzielle Lasten auf Familie David liegen. „Wir von der TuS-Jugend sind gerne für die Station in die Bresche gesprungen”, berichtet Reiner Thomas und hofft gleichermaßen wie Karl Volpatti, dass für Yannick viel gesammelt werden kann.

Freiwillige Helferinnen und Helfer sind willkommen und melden sich unter 02472/6667 oder 3404.

Für die Stadt Monschau fand sich mit Winnie Bauer, Monika Kurschildgen, Ralph Thoma (alle aus Mützenich) und Hermann Mertens (Kalterherberg) auch eine Mannschaft, die diese große Herausforderung des Trailwalks, der zum zweiten Mal in Belgien stattfindet, annimmt. Das Team sucht noch Sponsoren ob des Startgeldes von 1500 Euro.

Hierfür kann gegen eine Spendenbescheinigung ab 30 Euro aufwärts gespendet werden.

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