Roetgen: Beim FC Roetgen heißt das Ziel Kassenerhalt

Roetgen : Beim FC Roetgen heißt das Ziel Kassenerhalt

Als am 10. Juni die Spielzeit 2017/18 abgepfiffen wurde, war beim Nordeifeler Bezirksligisten FC Roetgen feiern angesagt, denn nach einer Saison mit etlichen Höhen und Tiefen machten die Schwarz-Roten mit Interimstrainer Tom Moosmayer noch in letzter Minute den Klassenerhalt klar.

Trainer Bernhard Schmitz hatte beim FC gute Arbeit abgeliefert, jedoch fehlten ihm und der jungen und unerfahrenen FC-Mannschaft in einigen Spielen das nötige Quäntchen Glück. Auf der Zielgeraden der Saison übernahm der sportliche Leiter des FC, Tom Moosmayer, den Trainerjob.

Er fand die richtige Ansprache und machte mit einem fulminanten Endspurt, mit fünf Siegen und nur noch einer Niederlage bei Alemannia Mariadorf den Klassenerhalt klar. In der Endabrechnung waren die Schwarz-Roten sogar noch drei Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt.

In der Sommerpause gab es dann einige personelle Veränderungen beim FC. Angreifer Philipp Dunkel, der in der vergangenen Saison noch für die Schwarz-Roten spielte, zog die kurzen Hosen aus und wechselte auf die Trainerbank. Für den 31-Jährigen ist es zwar die erste Trainerstation, jedoch hat er in seinem bewegten Fußballleben bei einer Menge renommierter und höherklassiger Vereine im Fußballkreis Aachen und Düren gekickt und einige gute Trainer erlebt.

Beim FC sind die sportlich Verantwortlichen, Norbert Feder und Tom Moosmayer, davon überzeugt, dass der Trainernovize einen prima Job an der Hauptstraße machen wird. Bei allergrößter personeller Not kann Philipp Dunkel auch noch als Angreifer einspringen.

Kader aufgewertet

Rolf Sauren, der über etliche Jahre Trainererfahrung in der Jugendabteilung des FC sammelte, übernimmt die Arbeiten des Co-Trainers. Betreuer der Mannschaft bleibt weiterhin Jürgen Märk. Aus personeller Sicht wurde der FC Kader qualitativ und quantitativ aufgewertet.

Auf der Liste der Abgänge stehen nur zwei Namen. Benny Frank zog es wieder zurück zu seinem Heimatverein Rasensport Brand, bei dem er zukünftig als Co-Trainer auf der Bank sitzen wird. Tobias Thoma trägt in der kommenden Spielzeit das Trikot des neuen Landesligisten Arminia Eilendorf.

Wesentlich größer ist die Liste der Neuzugänge. Aus der eigenen Jugend wagen Markus Blum und Christian Göttgens den Sprung in den Kader der Ersten. Bo Liedtke kickte bisher für die Zweite des FC, er möchte sich in der kommenden Saison im Kader der Ersten etablieren. Ganz besonders erfreut ist Philipp Dunkel, dass er seinen früheren Weggefährten Kelly Ajuya, der zuletzt in der Offensive des BC Kohlscheid spielte, für den FC begeistern konnte.

Er spielte für Borussia Freialdenhoven, Germania Lich Steinstrass und Rhenania Eschweiler in der Mittelrheinliga und zuletzt für Hertha Walheim und den BC Kohlscheid in der Landesliga. Für den Offensivbereich verpflichteten die Schwarz-Roten auch Jeffrey Simmler und Justin Witt. Erstgenannter sammelte bei Rasensport Brand, Hertha Walheim und dem SV Breinig Erfahrung. Justin Witt wurde in der Jugend von Westwacht Aachen und dem SV Rott ausgebildet. In der Bezirksliga zuhause ist Timur Erol, der in den letzten Jahren erfolgreich im Mittelfeld von Arminia Eilendorf und dem FV Haaren spielte.

Von der Zweiten von Jugendsport Wenau zog es Abwehrspieler Justin Best an die Hauptstraße. So ganz neu ist Mike Moosmayer zwar nicht, aber nach einigen Jahren Fußballabstinenz kehrte der frühere Mannschaftsführer nach motivierenden Gesprächen mit Bruder Tom wieder zurück in den Kader der Ersten. Er soll wie in früheren Zeiten die rechte Außenbahn beackern.

Primäre Aufgabe des Coachs ist es nun, in den Testspielen im relativ großen Kader die richtige Mischung zu finden. Nach einer 0:1-Niederlage im ersten Testspiel beim Dürener A-Ligisten Hambacher SV landeten die Schwarz-Roten im zweiten Test einen 4:0-Erfolg gegen den Aachener A-Ligisten TV Konzen. Beim Turnier des SV Breinig warten in der Gruppenphase die spannenden Aufgaben gegen den Mittelrheinligisten VfL Vichttal, den A-Ligisten Burtscheider TV und Grün-Weiß Lichtenbusch.

Sportliches Saisonziel

Ehe es in der ersten Kreispokalrunde zum neuen Landesligisten Eintracht Verlautenheide geht, warten noch die Testspiele gegen den Dürener Bezirksligisten VfVuJ Winden und dem Landesligisten FC Inde Hahn. Als Saisonziel haben der Trainer und die sportliche Leitung den Klassenerhalt ausgegeben.

Allerdings hat Teammanager Norbert Feder noch zwei weitere Wünsche geäußert. „Ich hoffe, dass wir an die positive Entwicklung gegen Ende der vergangenen Saison anschließen können und durch attraktiven Fußball wieder mehr Zuschauer anlocken können.“

Zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten zählen für die Roetgener Germania Eicherscheid, DJK FV Haaren, BC Kohlscheid, Alemannia Mariadorf und Rasensport Brand.

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