Monschau: Bei einer Nachtwanderung auf den gemeinsamen Weg

Monschau: Bei einer Nachtwanderung auf den gemeinsamen Weg

Eigentlich hatte Rolf von Contzen gar nicht vor zur Nachtwanderung zu gehen. Doch dann erfuhr er, dass Ursula wieder bei ihrer Tante in Monschau zu Besuch war und mit wandern würde. Über 50 Jahre später erinnert sich das verheiratete Paar gerne an diese Begebenheit zurück.

„Und ich als Stadtmädchen bin auf der Wanderung dauernd umgeklinkt“, weiß Ursula von Contzen noch. Zur Hilfe kam ihr dann während der Wanderung Rolf. Und so lernten die beiden sich kennen.

Ein Auge auf sie geworfen hatte Rolf von Contzen allerdings schon früher, erinnert er sich. Ursula, die aus Stolberg stammt, war nämlich des öfteren in Monschau zu Besuch bei ihrer Tante. Und so besuchte sie auch eines Tages den Friseursalon der Familie von Contzen, den die Eltern von Rolf von Contzen führten.

Friseursalon übernommen

Am 16. April 1964 heirateten Rolf und Ursula von Contzen dann standesamtlich. Die kirchliche Trauung fand am 1. Mai 1964 statt. Die Messe war damals in Kornelimünster, die Feierlichkeiten fanden im kleinen Kreise in Stolberg statt.

Der Wohnort Monschau stand aber von vornherein fest, schließlich übernahm Rolf von Contzen später den Friseursalon seiner Eltern. Hier konnte das Paar auf der zweiten Etage auch seine erste Wohnung beziehen. 1978 zog das Ehepaar dann in das selbst gebaute Eigenheim an der Bergstraße. Zuerst seien sie gar nicht gerne aus ihrer gemütlichen Wohnung weggezogen. Aber ein freieres Wohnen mit Garten und Terrasse reizte die beiden dann doch. Rolf und Ursula von Contzen bekamen zwei Töchter. Mittlerweile sind sie stolze Großeltern von sieben Enkeln. „Ich habe immer eine Frau gewollt, die für die Kinder und die Familie da ist. Ich wollte eine Familie mit einer Mutter zu Hause“, erzählt Rolf von Contzen, und weiß, was er an seiner Frau schätzt. Während 50 Jahren Ehe war das Reisen ein stetiger Begleiter des Paares. „Ich habe Reisefieber“, erklärt Rolf von Contzen. Indien, Südafrika, Ägypten, Tunesien, Karthago, Monte Carlo - all das sind Ziele, die das Paar besuchte. Und von jedem dieser Orte brachten sie sich ein Erinnerungsstück mit. Ihr eigenes Haus vergleichen sie daher manchmal mit einer Art Museum, da diese Erinnerungsstücke hier überall zu finden sind.

Ursula von Contzen ist zwar immer mitgereist, aber mittlerweile bleibt sie lieber daheim. Doch ihr Ehemann ist noch immer von seinem Reisefieber ergriffen. Wahrscheinlich fährt er in diesem Jahr noch mit seinem Enkel Kevin in den Urlaub. Das Ziel steht noch nicht fest, wahrscheinlich wird es Zypern sein.

Nach all den Jahren und Erlebnissen weiß das Paar wie man es schafft so lange miteinander verheiratet zu bleiben: „Das schafft man nur, wenn man sich gegenseitig erträgt. Die Macken des anderen muss man akzeptieren. Wenn man zu sehr für sich ist, dann schafft man es nicht.“

Die Feierlichkeiten anlässlich der Goldhochzeit des Paares sind am 1. Mai. Zuerst findet um 9.30 eine Messe in der Aukirche statt. Anschließend lädt das Paar herzlich zum Umtrunk ins Kolpinghaus ein.

(jb)
Mehr von Aachener Nachrichten