Monschau: Baumfäller schweben hoch über der Altstadt

Monschau: Baumfäller schweben hoch über der Altstadt

Durch die Monschauer Altstadt sind am Dienstag viele Autos gerollt. Den Burgring hatte der Landesbetrieb Straßen NRW für einen Tag vollgesperrt. Selbst für Fußgänger war kein Durchkommen. Schwere Äste und Laub versperrten den Weg.

Am frühen Morgen war die Spezialfirma Daniel David aus Linnich mit Kran, Sägen, Traktor und Seilen angerückt, um die Linden, die zwei Wochen lang wie Skulpturen am Burgring standen, zu fällen.

Einer der Holzfäller baumelte gelassen an dem Haken des Krans und hangelt sich gekonnt durch die Baumkrone in vielen Metern Höhe. „Das müssen professionelle Arbeiter mit einer speziellen Ausrüstung machen”, erklärt Klaus Dollmann, Leiter der Straßenmeisterei Simmerath, die Entscheidung für eine externe Firma. Die Holzfäller haben eine Ausbildung absolviert, bei der sie auch das Klettern in Baumkronen und das Pendeln am Drahtseil des Krans gelernt haben. Die Handgriffe sitzen, das Team ist eingespielt.

Nötig gemacht hatte den spektakulären Einsatz am Burgring das Unwetter vom 3. Juli. Am Hang zwischen Bergstraße und Burgring hatte es besonders gewütet. Eine Linde war in den Hang gestürzt, mehrere Äste abgebrochen. Um mögliche Gefahren zu bannen, hatte der Landesbetrieb schon am darauf folgenden Montag die Spezialfirma damit beauftragt, die Kronen „auszudünnen”, wie es im Fachjargon heißt.

„Auch die anderen Bäume waren nicht mehr standsicher. Es war Gefahr im Verzug, wir mussten die Bäume entfernen”, erklärt Dollmann. Übrig geblieben waren einige schwer gestutzte und wenig ansehnliche Linden. Am Dienstag wurden auch die entfernt und diese schweren Äste aus dem Hang geborgen. Außerdem wurde eine weitere Baumgruppe, die ein darunter liegendes Haus in einem weiteren Sturm eventuell hätte gefährden können, gefällt.