Kalterherberg: Banküberfall in Kalterherberg: Aller schlechten Dinge sind drei

Kalterherberg : Banküberfall in Kalterherberg: Aller schlechten Dinge sind drei

22. November 2012 Konzen, 15. Februar 2013 Höfen und 21. März 2013 Kalterherberg. Zum dritten Mal innerhalb von nur vier Monaten war am Donnerstag eine Filiale der Sparkasse im Bereich der Gebietsdirektion Monschau das Ziel eines bewaffnerten Überfalls.

Wie in den beiden vorangegangenen Fällen in der Nordeifel kamen die Täter morgens. Diesmal waren es zwei maskierte und bewaffnete Bankräuber, die — auch das hat der jüngste Raub mit denen auf die Kreditinstitute in Konzen und Höfen gemeinsam — samt Beute entkommen konnten. Die sofort eingeleitete und grenzübergreifende Ringfahndung nach den in Richtung Arnoldystraße geflüchteten Tätern blieb bis zum frühen Abend ergebnislos.

Nach Angaben der Aachener Polizeisprecherin Sandra Schmitz hat sich laut Zeugenaussagen der Überfall so ereignet: Gegen 9.20 Uhr betraten die beiden maskierten Täter die Bank, in der sich zu dieser Zeit drei Angestellte und noch keine Kunden befanden. Eine Angestellte im Alter von 45 Jahren und ihr 43-jähriger Kollege wurden angewiesen, sich auf den Boden zu legen. Ein Täter hielt die beiden Personen mit einer augenscheinlichen Schusswaffe in Schach, während der zweite Täter eine weitere 24-jährige Bankangestellte aufforderte, den Tresor zu öffnen.

Das erbeutete Geld steckte der Mann in eine blaue Stofftasche. Anschließend musste sich auch die 24-Jährige auf den Boden legen — ebenso wie drei nacheinander eingetroffene Kunden im Alter zwischen 21 und 69 Jahren. Bevor die beiden Räuber das Gebäude in Richtung Arnoldystraße verließen, gab einer der Beiden noch einen Sprühstoß aus einer Pfefferspraydose in Richtung der sechs am Boden liegenden Personen ab. Glücklicherweise trugen die Angestellten und Kunden keine Verletzungen davon. Allerdings saß den Beteiligten der Schock noch in den Gliedern.

Die beiden Räuber werden beschrieben als etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß und eher jüngeren Alters. Sie trugen dunkle Bekleidung und Kapuzenpullis. Maskiert waren sie durch die aufgezogenen Kapuzen und Tücher vor dem Gesicht. Einer trug weiße, der andere schwarze Schuhe.
Weit „vom Schuss“ gelegen

Die grenznahe Sparkassenfiliale war damit zum wiederholten Male das Ziel von Bankräubern, die wohl die Grenznähe und Abgelegenheit dieses Tatorts „schätzen“. Auch am gestrigen Tag blieb den Tätern offenbar genügend Zeit zur Flucht, da sich der nächste Streifenwagen gut 10 bis 15 Autominuten von Kalterherberg entfernt befand. Ob die Videoüberwachung Anhaltspunkte wird geben können, muss sich zeigen. So ist beispielsweise auch noch nicht bekannt, auf welche Art die Räuber geflüchtet sind.

Das Kriminalkommissariat 13 führt die Ermittlungen in diesem Fall und nimmt Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen oder Personen unter Telefon 0241/957731301 oder 0241/957734210 entgegen.

(heck/pol)
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