Berlin/Eifel: Bald gibt‘s einen ICE, der „Eifel“ heißt

Berlin/Eifel : Bald gibt‘s einen ICE, der „Eifel“ heißt

Der Nationalpark Eifel hat in letzter Zeit viel Grund zum Feiern. Fast 900.000 Menschen haben ihn im vergangenen Jahr besucht. Erstmals waren mehr als 260.000 Besucher in den fünf Nationalparkhäusern zu Gast. Und vergangenen Oktober feierte der Wildnistrail zehnjähriges Bestehen.

5000 offizielle Besucher nutzten das Angebot. „Die Zahl derer, die sich selbst organisieren und den Wildnistrail nutzen, können wir natürlich nicht erfassen“, sagte Michael Lammertz, stellvertretender Leiter des Nationalparkforstamts. Und natürlich feierte der Nationalpark auch mit der Gemeinde Nettersheim mit, die zuletzt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten hat.

Naturschutz-Champions-League

„Der Nationalpark Eifel erhält Höchstnoten in den Bewertungen“, freute sich Michael Lammertz am Stand des Nationalparks in Halle 4.1 bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin. Lammertz ergänzt: „Und in Sachen Naturschutz spielen wir in der Champions League.“ Am Stand werden die Gäste von den uniformierten Nationalpark-Rangern begrüßt, die allen Besuchern Rede und Antwort stehen. Und auf der Buchenblatt-Liege können Gäste kurz entspannen und in die Sterne blicken. Eine Gelegenheit, die sich Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen, nicht entgehen ließ.

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen der Wildnis(t)räume. Die Fachbesucher, es werden wieder mehr als 100 000 bei der ITB erwartet, werden die Gelegenheit erhalten, den siebenminütigen Film „Heute schon geträumt? — Der neue Film aus den Wildnis(t)räumen“ zu sehen, der in Berlin uraufgeführt wird. Auch in Sachen Barrierefreiheit ist der Nationalpark Eifel erstklassig. Viele und hochwertige Angebote gebe es, wie Tobias Wiesen berichtet. 15 von 16 Bundesländern haben unter dem Motto „Reisen für alle“ einheitliche Kriterien geschaffen.

Guido Frank, früher bei Tourismus für alle e.V., der zufällig während des Pressetermins am Stand war, lobte die Arbeit des Nationalparks Eifel ebenfalls: „Das ist ein herausragendes Angebot mit Strahlkraft. In Sachen Vielfalt gibt es das nicht noch mal.“

Wenn es überhaupt noch etwas zu verbessern gibt, dann ist es die Zahl der Betriebe im Nationalpark. „Da hätten wir gerne noch mehr, die mit uns kooperieren“, sagte Michael Lammertz. Doch die Situation bessert sich. Lammertz nennt ein Beispiel: „Wir sind der erste Sternenpark Deutschlands, da kann es nicht sein, dass Sternenbeobachter morgens um 8 Uhr kein Frühstück bekommen. Deshalb wurden da spezielle Angebote geschaffen.“

Eine weitere Neuigkeit verkündete Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH am Nationalparktor-Stand. Einer der ICE-Züge der Deutschen Bahn trägt demnächst den Namen Eifel. „Eigentlich sollte er den Namen ICE Nationalpark Eifel heißen, doch dafür war die ICE-Linie dann doch etwas zu weit weg.“

(pp)
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