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Freilichtmuseum Kommern: Ausstellungen (wieder) offen, Ferienprogramm läuft

Freilichtmuseum Kommern : Ausstellungen (wieder) offen, Ferienprogramm läuft

Für große und kleine Gäste des Freilichtmuseums Kommern gibt es zum Ferienbeginn Neuigkeiten.

So öffnen die beiden Ausstellungen „Bartning.Bartning.Bartning. Architekt der Moderne“ und „Trüb und klar. Unser täglich Wasser“ ihre Türen. Die bereits im Oktober 2019 eröffnete Ausstellung zum Leben und Wirken des Architekten Otto Bartning (1883-1959) war bis zur Schließung des Freilichtmuseums wegen der Corona-Pandemie im März 2020 ein Besuchermagnet.

In der Ausstellung „Trüb und klar“ geht es rund um das Thema Wasser. Sie sollte am 22. März eröffnet werden und ist nun erstmalig zugänglich. Sie richtet den Blick auf den Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource und zeigt anhand spannender Exponate die vielfältige Bedeutung des Wassers für unsere Alltagskultur.

Dem ersten digitalen Ausstellungsbegleiter der Dauerausstellung „WirRheinländer“ wurde neues Leben eingehaucht. Seit einigen Tagen kann der Audioguide, gesprochen von Gabi Köster und Jürgen Becker, bereits zu Hause auf das eigene Smartphone geladen und vor Ort in der Ausstellung abgespielt werden. Man kann durch die Fenster der Häuser blicken und viele Fakten und Geschichten rund um das Rheinland und seine Bewohner zwischen 1794 und 1955 erfahren.

„Filzen“ ist eines von vielen Angeboten im Sommerferienprogramm. Foto: Ute Herborg/Freilichtmuseum Kommern/Ute Herborg

In den vergangenen Wochen war die Baugruppe „Bergisches Land“ wegen Bauarbeiten geschlossen. Die Wege wurden im Rahmen einer Maßnahme zum Wassermanagement grundlegend überarbeitet. „Ziel war es, die Wassermassen besser zu lenken und dabei vor allem von den Häusern fern zu halten“, so der Bauforscher des Freilichtmuseums Kommern, Dr. Carsten Vorwig. Für die Sommerferien wurde unter Einhaltung der Abstandsregeln und den vorgeschriebenen hygienischen Rahmenbedingungen ein Programm entwickelt.

Die Kinder können „Seife kneten“, „Filzen“, „Ein Windrad basteln“ und vieles mehr. Die Materialien werden regelmäßig desinfiziert. Die meisten Angebote müssen nicht gebucht werden und kosten 2,50 Euro pro Person. Die Ferienprogramme des Waldpädagogik-Zentrums Eifel (5 Euro pro Person) müssen allerdings unter Tel. 02234/9921555 vorab gebucht werden. Eine genaue Programmübersicht und die Startzeiten sind auf der Internetseite des Freilichtmuseums zu finden.

Es gibt auch wieder Handwerks- und Hauswirtschaftsvorführungen – auf Abstand. Die Akteure der „Gespielten Geschichte“ sind ebenfalls wieder im Einsatz. Bäuerin Anna Ippendorf oder Ordensschwester Clara Fey versetzen einen in den Alltag vor über 100 Jahren zurück.

Auch für das leibliche Wohl ist ab sofort wieder gesorgt. Die Gaststätte „Zur Post“ öffnet unter Einhaltung der Hygienevorschriften die Gartenwirtschaft, und auf dem Marktplatz Rheinland wurde das gastronomische Angebot erweitert. Der Ausschank in der Gaststätte Watteler bleibt vorerst geschlossen, aber eine große Imbissbude versorgt in den Ferien täglich die Gäste.

„Mit der Öffnung des ‚Bergischen Landes’ können wir nun auch mehr Gebäude mit Einbahnregelung zugänglich machen. Die offenen Ausstellungen, das ausgefeilte Ferienprogramm, wie auch die Handwerksvorführungen sind eine enorme Steigerung unserer Angebote unter den Bedingungen von Corona“, freut sich Museumsdirektor Dr. Josef Mangold.

Während für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre weiterhin freier Eintritt gilt, wird ab sofort nun ein reduzierter Eintritt in Höhe von pauschal 5 Euro pro Person erhoben. Die Parkplatzgebühr entfällt weiterhin. Auch die Öffnungszeiten bleiben verkürzt. So ist das Museum montags geschlossen. Dienstag bis Sonntag sind die Tore von 11 bis 17 Uhr geöffnet.