Ausstellung „Sichtbar – hörbar“ in Imgenbroich

Ausstellung „Sichtbar – hörbar“ : Wandbilder, die etwas zu erzählen haben

In der Ausstellung textiler Wandbilder werden in drei Räumen der Volkshochschule in Imgenbroich Arbeiten aus Chile, Ecuador, Bolivien, Peru und Kolumbien gezeigt. Ergänzt werden die Arbeiten durch eine Knüpfarbeit aus der Westsahara zum West-Sahara-Konflikt sowie eine Fotografie eines Kriegsteppichs aus Afghanistan.

Ebenso sind zwei Arbeiten aus dem Kongo zu sehen. Der Titel der Ausstellung „Sichtbar – hörbar“ verweist auf die erzählerischen Komponenten der textilen Wandbilder.

Die Bilder durchbrechen die Wände von Schweigen und Angst einer Militärdiktatur, sozialer Ungerechtigkeiten und Ähnlichem. In der deutschen bildenden Kunst wurde der Befreiungsimpuls der 1980er Jahre aus Südamerika erkannt, unterstützt, gewertschätzt und zur Entwicklung des eigenen Werkes genutzt. Genannt sei hier besonders Hap Grieshaber. Die Befreiungstheologie, die Wahl eines Südamerikaners zum Papst, die aktuellen Unruhen in Chile und Bolivien, unser Verlangen nach Bodenschätzen aus diesen Ländern mit all den dazugehörigen ökologischen und sozialen Fragezeichen – all das gibt den hier zu sehenden Bildern eine besondere Aktualität.

Die Ausstellung kann noch bis zum 13. Dezember von Montag bis Freitag, jeweis von 9 bis 12 Uhr, und nach Absprache unter Tel. 02472/5656 zu weiteren Zeiten besichtigt werden.