Ausstellung: Liebe zur Natur in der Senfmühle Monschau

Monschau : Fotoausstellung: Gemeinsam ist ihnen die Liebe zur Natur

Wie sich die drei Fotografen Dennis Oswald, Andy Holz und Lars Prignitz mit der Natur und extremen Wetterphänomenen auseinandersetzen, war am Sonntagnachmittag im Schnabuleum der Senfmühle in Monschau eindrucksvoll zu erleben.

Anlässlich der Vernissage der neuen Ausstellung der drei Fotografen drängten zahlreiche Gäste in die Räume, um sich auf eine fotografische Reise zu begeben. Für den gebürtig aus Neuss stammenden Dennis Oswald begann diese Reise schon vor 20 Jahren. Seitdem hat er als Extrem-Wetter-Fotograf auf der Jagd nach Stürmen und Gewittern Tausende Kilometer in den USA zurückgelegt.

Er beschrieb das oftmals lange Warten auf den entscheidenden Moment und wie sich die Geduld am Ende in Form von imponierenden Wolkenstrukturen auszahlen kann. Das Resultat der Mühen konnten die Gäste dann in Form von außergewöhnlichen Fotoaufnahmen bestaunen.

Wetter und Landschaft

Andy Holz aus Vossenack beschäftigt sich schon seit seinem 13. Lebensjahr mit Wetteraufzeichnungen. Im Jahr 2009 kam dann die Fotografie hinzu. Was ihn fasziniert, sind das Wetter und die Landschaft der Eifel. Ob ein bedrohlich wirkendes Gewitter über dem Rursee oder der funkelnde Sternenhimmel über dem Nationalpark Eifel — Andy Holz versteht es, seine Heimat ins rechte Licht zu rücken. Davon konnten sich auch die Besucher der Vernissage überzeugen.

Was die drei Fotografen verbindet, sind ihre Liebe zur Natur und ihre gemeinsamen Erlebnisse. „Wenn man oft im Team unterwegs ist, lernt man sich besonders intensiv kennen“, sagte Prignitz. Lars Prignitz war als Lehrer an der Realschule in Monschau beschäftigt und lebt heute in Gelnhausen in Hessen.

Er hatte seinen „Lebenswege 2018“-Kalender dabei, in dem er selbst geschriebene Kurzgeschichten mit seinen aussagekräftigsten Fotografien verbunden hat. Bei der Vernissage gelang es ihm, die Fotografien in ihren verschiedenen Dimensionen zu beleuchten, indem er die Gäste an seinen Empfindungen und Gefühlen teilhaben ließ und seine Worte gefühlvoll mit Klavierklängen untermalte.

Metaphern für das Leben

Dabei betrachtete er seine Fotografien auch immer als Teil einer Geschichte und als Metaphern für das Leben — so wie den Fluss, der sich durch eine Landschaft bewegt, oder die verschiedenen Phasen eines Gewitters von der Entstehung bis zum Schluss. „Der Zugang zur Naturfotografie ermöglicht auch, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken“, stellte Prignitz fest.

Einige der Werke sind noch bis Ende Februar als Foto-Ausstellung im Schnabuleum der Senfmühle zu sehen.

(ag)
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