Höfen: Aushängeschild „lebende Krippe“ steht auf der Kippe

Höfen: Aushängeschild „lebende Krippe“ steht auf der Kippe

Die „lebende Krippe“ während des Monschauer Weihnachtsmarktes ist das traditionelle Aushängeschild des Höfener Krippenvereins und eine Besonderheit in der Nordeifel. Doch seit im vergangenen Jahr die Vorführungen aufgrund von Personalmangel abgesagt wurden, bangt der Verein nun um sein weiteres Fortbestehen.

„Wir hatten kein einfaches Jahr“ betonte der 1. Vorsitzende Heinz Stolz, als er am vergangenen Freitagabend die Jahreshauptversammlung des Höfener Krippenvereins eröffnete und rund 20 Teilnehmer im Höfener KG-Heim begrüßte. Besonders begrüßt wurde Ortsvorsteher Heinz Mertens.

Zu Beginn verlas Geschäftsführerin Monika Dosquet den Geschäftsbericht des vergangenen Jahres. Der extreme Personalengpass im Krippenverein, der mit derzeit 80 Mitgliedern vermeintlich genug Darsteller haben sollte, führt bei der Geschäftsführerin zur Sorge um das weitere Fortbestehen. Sie berichtete auch über den Vereinsausflug, bemängelte die geringe Teilnehmerzahl und schloss auf ein geringes Interesse bei allen Mitgliedern.

Einige Wahlen standen auf der Tagesordnung. So wurden die Geschäftsführerin und der 2. Vorsitzende Ralph Geuer wiedergewählt. Die neue Spielleiterin Kristina Rader sowie die Leiterin des Einkaufs, Elke Mießen, wurden von der Versammlung bestätigt. Die Kassenprüferinnen Christel Steffens und Gisela Buch bestätigten die Kassenführung des Schatzmeisters Christoph Dosquet. Gisela Buch wurde schließlich von Heinrich Hoffmann im Amt des Kassenprüfers abgelöst.

„Wie geht es nun weiter?“

Als die Tagesordnung abgearbeitet war, stellte sich der Vorstand verschiedenen Anliegen aus dem Plenum. Die Resonanz auf das vergangene Jahr war einheitlich negativ, und die Frage „Wie geht es nun weiter?“ stand zentral im Raum. Deutlich bemerkbar machte sich das Bedauern über die ausgefallenen Vorführungen 2017 und die Sorge über das weitere Fortbestehen der lebenden Krippe. „Die Besucher des Weihnachtsmarktes haben nach der Krippe gefragt, die Nachfrage ist also da. Uns mangelt es jedoch an Personal, um alle Rollen zu besetzen. Das ist wirklich zu bedauern“, merkte Schatzmeister Christoph Dosquet an.

Neben moralischer Unterstützung seitens der Stadt, wurde auch der Wunsch nach verstärkter Präsenz ausgesprochen. Die Idee, aktive Werbung während des Weihnachtsmarkts auf dem Marktplatz zu machen, wurde sehr positiv aufgenommen. Auch eine stärkere Präsenz innerhalb des Dorfes soll das kommende Jahr bringen, weshalb der Krippenverein an der Schießwoche des Höfener Schützenvereins teilnehmen wird.

„Wenn die lebende Krippe dieses Jahr nicht stattfindet, wäre das der Todesstoß für den Verein“, kommentierte Ortsvorsteher Heinz Mertens.

Eine Spielerversammlung sowie eine Vorstandssitzung in naher Zukunft sollen Gewissheit über die derzeitige Verfassung des Vereins und konkrete Zukunftspläne bringen.

(alj)