Monschau: Ausgewogenes Spiel mit Form, Farbe und Bewegung

Monschau: Ausgewogenes Spiel mit Form, Farbe und Bewegung

„Eine Bronze ist zunächst eine schwere, starre Geschichte”, so Bildhauer Klaus Gehlen. Dieser dennoch eine Leichtigkeit zu verschaffen und somit aufzuzeigen, sie sei dennoch veränderbar, zeigen seine derzeit ausgestellten Skulpturen im Atrium des Auklosters in der Monschauer Altstadt während der Monschau Klassik.

Die umfangreiche Ausstellung zeigt Exponate aus den letzten zehn Jahren und ein breites Spektrum seiner Arbeit, teils abstrakt, teils sehr konkret.

Konkret wird es dann tatsächlich, wenn ein Schild zum Anfassen auffordert und damit nicht nur die Starrheit einer schweren Skulptur auflöst, sondern eigene Denkvorgänge in Bewegung setzt. Dieses Prinzip sei „durchaus das Prinzip des eigenen Lebens”, erklärt Gehlen zu der Bronzeskulptur „Der Breakdancer”, ein Artist auf einer Kugel, ein Tanz auf unebenen Boden. „Man stößt ihn an, versucht ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, doch er findet immer wieder sein Gleichgewicht”. Letztlich ein Streben danach, sich wohlzufühlen.

Neben vielen kleinen und großen Arbeiten, teils aus schamottehaltigem Ton, teils aus Bronze oder Edelstahl, folgt zum Beispiel der ausgestellte Brunnen „Die Sumoringer”, Bronze in Kombination mit Keramik dem gleichen Prinzip. Das Wasser verändert den Zustand der Starre, vermittelt Bewegung und Leichtigkeit. „Drei Sumoringer haben die Kraft, die Erde aus dem Vulkan zu heben”, interpretiert der geborene Mützenicher seine Arbeit, die in Form, Farbe und Bewegung zu einer Einheit wird.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. August zu sehen. Montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr, am Sonnabend und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Künstler ist am Wochenende anwesend.