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Aufgepickt: Von wegen Wasser marsch!

Aufgepickt: Von wegen Wasser marsch!

Der 45. Internationale Kanu-Slalom im Monschauer Rosenthal war wieder eine gut besuchte Veranstaltung und Treffpunkt für die Wassersportler aus ganz Europa.

Diese Veranstaltung in Monschau ist für die Kanuten neben der Weltmeisterschaft in Augsburg das zweitwichtigste Rennen des Jahres. Am ersten Aprilwochenende ist beim Monschauer Kanuslalom traditionell die europäische Elite vertreten.

Bei den Wassersportfreunden Köln ist das Rennen seit 15 Jahren in organisatorisch guten Händen, aber bedauerlicherweise war diesmal Sand im Informationsgetriebe zwischen Wasserwerk, Monschau-Touristik und Veranstalter, was die Austragungszeiten des Slaloms betrifft.

Zunächst hieß es, dass Rennen sei wegen anhaltender Wasserknappheit generell in Gefahr, dann hieß es, dass wahrscheinlich nur am Sonntag gefahren werden könne, und nachdem es in der Woche dann regnete, hieß es am Freitag, dass das Rennen planmäßig über die Bühne gehen könne.

Planmäßig, das heißt: Samstag und Sonntag um 10 Uhr beginnen die Trainingsläufe, wobei es für den fachlich nicht so kundigen Zuschauer ohnehin ziemlich gleich ist, ob die Kanuten unter Trainings- oder Wettkampfbedingungen durch die Tore gleiten.

Nur: Am Samstag um 10 Uhr war Ebbe: Der Veranstalter begann gerade damit, die Fahnen aufzuziehen und die Würstchenbude aufzurichten. Von Kanuten auf der Rur keine Spur. Von wegen Wasser marsch! Auf Training und ersten Lauf wurde verzichtet.

Die Zuschauer, die bereits zu früher Stunde erschienen waren, mussten umkehren oder konnten alternativ an der Rur entlang einen Spaziergang bis Hammer unternehmen.

Das Wasser in der Rur reichte nach Auskunft des Veranstalters zu diesem Zeitpunkt weder für das Training noch für den Wettkampf. So sei es im Übrigen auch mit dem Wasserwerk abgesprochen gewesen.

Monschau-Touristik und Öffentlichkeit hatten allerdings einen anderen Informationsstand, der offenbar nicht korrigiert worden war. Man sieht also wieder einmal, dass die Probleme im Detail liegen. Der verärgerte Besucher ist der Dumme und geht schimpfend von dannen.