Roetgen: Auch in der Sommerpause ruht die Schulbaustelle

Roetgen: Auch in der Sommerpause ruht die Schulbaustelle

Hohen Fragebedarf hat es in der letzten Sitzung des Roetgener Gemeinderates vor der Sommerpause gegeben. Ein Bürger fragte nach Haushaltsreduzierungen angesichts der jüngsten Steuerschätzungen.

Dazu erklärte Bürgermeister Manfred Eis, dass im Falle von Mindereinnahmen kein Nachtragshaushalt erstellt werden müsse. Für Roetgen bezifferte er den prognostizierten Verlust allein aus dem Anteil an der Lohn- und Einkommenssteuer auf rund 650.000 Euro.

Eine weitere Anfrage kam zum „Reizthema” Abwassergebühren. Hier erklärte der Verwaltungschef jedoch nur, dass für alle festgesetzten Gebühren belastbare Kalkulationen vorlägen und lud den Bürger ein, sich diese im Rathaus erläutern zu lassen.

Anlass für Anfragen gab auch eine Elternversammlung zur Schulerweiterung am Vorabend. Unter anderem versprach Eis, dass der Schotter auf dem Wervicq-Platz, der demnächst als Ausweichschulhof dienen muss, durch eine weniger gefährliche gebundene Sanddecke ersetzt werden soll.

Eine Anliegerin fragte nach dem Stand des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans im Rahmen des Zentrenkonzepts. Hier erläuterte Bauamtsleiter Hubert Pauls, dass die bei der frühzeitigen Offenlegung eingegangenen Anregungen und Beschwerden derzeit geprüft würden.

Anfragen hatten auch einige Mitglieder des Rates. So empfand es Claudia Ellenbeck (Grüne) als Schildbürgerstreich, dass die Bauarbeiten für die Erweiterung der Grundschule erst nach den Sommerferien beginnen sollen und fragte nach Möglichkeiten, zumindest mit einigen Gewerken schon in den nächsten Wochen zu beginnen. Dazu sah Bauamtsleiter Hubert Pauls wegen des Zeitplans der Ausschreibungen - die Submissionsfrist läuft erst in der nächsten Woche ab - keine Möglichkeit.

Endausbau im Neubaugebiet

Nachdem Pauls angekündigt hatte, dass der Endausbau der Straßen in den Neubaugebieten Hackjansbend und Im Gehaaks in der 32. bzw. 33. Kalenderwoche beginnen soll, fragte Michael Seidel (CDU) unter anderem nach, was mit dem Fußweg entlang des Regenrückhaltebeckens geschehen soll, den Jugendliche gern benutzen, um dort „Stimmung zu machen”, verständlicherweise nicht zur Freude der Anlieger.

Bürgermeister Manfred Eis versprach dazu eine Vorlage für den nächsten Bauausschuss, wahrscheinlich werde es auf eine Schließung des Weges hinauslaufen.

Nach dem Stand der Dinge in Sachen fußläufige Verbindungen innerhalb des Ortes fragte Wolfgang Schruff (CDU). Einige seien hergerichtet, bei anderen laufen immer noch Verhandlungen mit Eigentümern, erklärte der Bauamtsleiter. Für den Zugang zum Denkmal „Genagelter Stein” konnte mit dem Eigentümer Einvernehmen über ein Wegerecht erzielt werden, sobald im Bauhof Kapazitäten frei sind, soll mit der Umsetzung begonnen werden.

Dr. Georg Dittmer (FDP) fragte nach einem Ausweichstandort für den Bouleplatz am Pferdeweiher, der einem Kinderspielplatz weichen soll. Dazu konnte der Bürgermeister nichts sagen, bekräftigte jedoch, dass der Spielplatz an dieser Stelle Priorität habe.

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