Höfen: Auch Höfen werden die Folgen der Haushaltslage treffen

Höfen: Auch Höfen werden die Folgen der Haushaltslage treffen

Die Folgen der prekären Haushaltslage der Stadt Monschau wird demnächst auch für die Bürger im Stadtteil Höfen mit weiteren Belastungen verbunden sein. Darüber waren sich bei der letzten Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes alle Mandatsträger und sachkundigen Bürger, die Höfener Interessen im Rat und den Fachausschüssen in Monschau vertreten, einig.

Zwischen den Zeilen ließen Mandatsträger und Vorständler im Ortsverband durchblicken, dass es am Ende der Beratungen vielleicht doch nicht ganz so schlimm kommen wird, wie es nach den ersten Beratungen den Anschein hatte. Selbst wenn dieser leise Hoffnungsfunken zum Tragen kommt, bleibt es bei Mehrbelastungen. Es geht nur noch darum, wo und wie die Abgabenlast steigen wird.

Vorsitzender Heinz Mertens zog zu Beginn der Sitzung ein positives Fazit zur letzten Kommunalwahl. In Höfen habe die CDU ihre Position erfolgreich behauptet. Beide Direktmandate seien der CDU zugefallen. Im Rat und diversen Fachausschüssen seien neben den beiden Mandatsträgern auch sachkundige Höfener Bürger aus den Reihen des Ortsverbandes vertreten.

Auf der guten Präsenz im Rat und den Gremien dürfe man sich nicht ausruhen. Es gebe noch jede Menge Punkte, die in nächster im Ort angefasst werden müssten. Als Beispiel führte er das Ergebnis zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Beim nächsten Mal soll das Ergebnis aus 2014 noch übertroffen werden. Dazu will der Ortsverband einen Runden Tisch einrichten. Der soll sich im nächsten Jahr regelmäßig treffen und Bürger, Vereine und Institutionen einbeziehen, die zu einer noch besseren Präsentation des Dorfes beitragen wollen.

Höfens Ortsvorsteher, Peter Theißen, schilderte anschließend ausführlich den Stand der Beratungen zu den bevorstehenden Sparmaßnahmen. Einbrüche bei der Gewerbesteuer müssten durch Einsparungen kompensiert werden, wenn das Ziel, 2018 eine schwarze Null zu schreiben, erreicht werden soll. Einsparungen beim städtischen Personal und bei den Aufwendungen an die Vereine erreichten langsam Schmerzgrenzen, sagte Theißen. Weitere Potenziale für Kostenreduzierungen seien kaum noch zu erschließen. Angesichts dieser düsteren Prognosen sei er froh, dass für die Höfener Breitbandversorgung die letzten Aufträge vergeben sein. Spätestens im März 2015 sei alles unter Dach und Fach und es könne aufgeschaltet werden.

Es würden demnächst nicht nur Abgaben erhöht, es kämen auch neue dazu, erklärte Theißen. So werde der Parkplatz zwischen Nationalparktor und Sportplatz künftig gebührenpflichtig sein. Die Vereine würden demnächst für den Unterhalt ihrer Einrichtungen zusätzlich Sponsorengelder einwerben müssen. Für die nächsten Jahre würden sich vielleicht Einsparungen bei der Städteregion günstig auf die Monschauer Haushaltslage auswirken, so der Ortsvorsteher.

Zum Schluss kam Peter Theißen noch auf den Friedhof zu sprechen. Dazu hat es in der Vergangenheit mehrfach Bürgerversammlungen gegeben. Der schon länger angekündigte Entwurf einer neuen Friedhofssatzung, der auf die Belange der neuen Bestattungskulturen eingeht, stehe kurz vor dem Abschluss. Alle Höfener Anliegen seien in den Entwurf aufgenommen worden. Sobald der Entwurf vorliegt, werde es dazu wieder eine Bürgerversammlung geben.

Wortmeldungen zu den Berichten des Vorsitzenden und des Ortsvorstehers gingen aus der Versammlung nicht ein. Mit guten Wünschen zur Weihnachtszeit und zum neuen Jahr schloss Heinz Mertens die Versammlung.

(fm)